Schockierend: Ein Sozialhilfeempfänger möchte in den Urlaub fahren, um dem Alltagsstress zu entkommen.
Jan aus der RTLZWEI-Sozialdoku „Armes Deutschland“ ist bei seiner Mutter Sandra ausgezogen. Nun hat der 25-Jährige eine eigene Wohnung – finanziert vom Amt.
Außerdem planen die beiden einen Urlaub, um sich zu erholen. Doch es stellt sich die Frage: Von welchem Geld eigentlich?
Für Jan laufen die Dinge derzeit gut: Er freut sich über seine neue, eigene Wohnung. Der 25-Jährige lebt in einer Drei-Zimmer-Wohnung, deren Kosten vom Jobcenter übernommen werden.
Zusätzlich erhielt er einen Zuschuss für die Erstausstattung sowie Renovierungskosten. „Vom Jobcenter hab ich 2300 bekommen, oder so.“
Meist ist es jedoch seine Mutter Sandra, die ihn aus der Wohnung lockt – ihre Vorstellungsgespräche und Jobangebote verlaufen bislang allerdings ohne Erfolg.
Weder Sandra noch Jan gehen aktuell einer Arbeit nach. „Wir suchen weiter, wir gucken weiter. Wenn sich was ergibt, ist gut.
Wenn nicht, dann nicht. […] Irgendwann findet sich schon wieder was“, sagt Sandra in der neuen Folge von „Armes Deutschland“.
„Traumurlaub ist all inclusive, Füße hoch am Pool und dann ist gut“
Mit 563 Euro im Monat sowie der vom Jobcenter übernommenen Miete kommen die beiden über die Runden – und denken sogar über einen Urlaub nach.
Der Sommer steht vor der Tür, der Wunsch nach Erholung wächst: Geplant ist eine Busreise nach Spanien. „Traumurlaub ist all inclusive, Füße hoch am Pool und dann ist gut“, sagt Sandra. „Jedem steht Urlaub zu!“, findet Jan.
Erholung sei auch dringend nötig, wie beide bei „Armes Deutschland“ betonen. Denn der „Alltagsstress“ ohne Arbeit sei bereits extrem anstrengend. Ihr Ziel: die Costa del Maresme bei Barcelona.
„Im Moment hab’ ich keine Lust auf einen Job, bin motivationslos gerade“
Gespart haben Sandra und Jan für die Reise bislang nicht – das soll sich nun ändern, insbesondere bei den Lebensmitteln.
„Da gibt es nur noch Nudeln mit Ketchup, da passt das“, erzählt Sandra. Arbeiten möchte sie derzeit nicht – ebenso wenig wie ihr Sohn.
„Im Moment hab’ ich keine Lust auf einen Job, bin motivationslos gerade“, erklärt der 25-jährige Hauptschüler, der seine Ausbildung zum Zweirad-Mechatroniker aus gesundheitlichen Gründen abbrechen musste.









