Die ARD strahlte am 8. Januar die Krimi-Folge „Nord bei Nordost – Jagd in die Vergangenheit“ aus. Auf Facebook machten viele Zuschauer ihrem Ärger Luft.
Berlin – Nach der Ausstrahlung von „Nord bei Nordost – Jagd in die Vergangenheit“ entlud sich unter dem Facebook-Post der ARD eine Welle der Kritik. Zahlreiche Zuschauer zeigten sich enttäuscht über die Folge.
„Totale Zumutung“: ARD-Zuschauer sind wegen „Nord bei Nordost“ außer sich
Ein Kommentar unter dem Post der ARD sticht besonders heraus: „Als Krimifan war dieser Film für mich die totale Zumutung“, schreibt ein Nutzer. Er bemängelt „grobe handwerkliche Fehler“ wie plötzlich auftretende Dunkelheit im Sommer oder einen Dachboden, der komplett mit Folien verhangen sei.
Auch ein anderer Zuschauer kritisiert scharf: „Gibt es eigentlich noch Krimis, in denen Ermittler nicht unmittelbar oder mittelbar etwas mit jemandem in der Story zu tun haben? Das ist stinklangweilig.“ Sein Kommentar erhielt über 300 Likes und traf offenbar einen Nerv bei vielen Zuschauern.
ARD-Zuschauer bemängeln Logikfehler und Langeweile bei „Nord bei Nordost“
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft offensichtliche Logikfehler im Film. Eine Facebook-Nutzerin schreibt: „Die 3 kommen am hellichten Tag und suchen den Flüchtigen plötzlich im Dunkeln, so schnell geht’s ja auch nicht.“ Dieser Kommentar erhielt über 280 Zustimmungen.

Neben diesen eher spezifischen Kritik-Punkten gibt es auch zahlreiche negative Kommentare, die sich unter anderem direkt gegen die Autoren und Schauspieler richten.
Besonders häufig fällt das Wort „langweilig“ in den Kommentaren. Ein Zuschauer fasst zusammen: „Schaue seit 30 Minuten, es ist einfach lächerlich.“
Spott bei Facebook: ARD-Krimi bekommt negative Kommentare
Eine weitere Nutzerin nennt die Folge eine „furchtbare Abendunterhaltung“ und kritisiert neben der Langeweile auch „so viele Unstimmigkeiten“. Ein anderer kommentierte: „Da hat wohl der Praktikant das Drehbuch geschrieben.“ Hier eine Auswahl weiterer kritischer Stimmen und Hate-Kommentare:
- „War eine Zumutung, habe umgeschaltet, ging ja gar nicht.“
- „Miese Story, miese Laiendarsteller, mieses Drehbuch, miese Regie. Danke der ARD mal wieder: Schlimmer geht immer!“
- „Hab dem Film jetzt 40 Minuten meiner Lebenszeit geopfert und ihm eine Chance gegeben. Wird aber nicht besser, bin raus.“
- „Fürchterliches Drehbuch und Dialoge, geht gar nicht. Umgeschaltet nach 20 Minuten.“
- „Hahnebüchene Story, unglaubwürdige Szenen, Schnitt- und Drehbuchfehler, uncharismatische Darsteller“
- „Kindergarten, schlecht gemacht, vorhersehbar langweilig“
- „Ziemlich langsam, und das permanente Geschrammel im Hintergrund ist eine Zumutung. Nicht bis zum Ende durchgehalten.“
„Nord bei Nordwest“ in der ARD: Nicht alle Zuschauer waren unzufrieden
Trotz der vielen negativen Kommentare fand die Folge auch ihre Fans. Einige Zuschauer lobten den Film ausdrücklich:
- „Guter Film, gut gemacht, gute Darsteller. Weiter so.“
- „Beide Filme waren super!!! Hoffentlich gibt es noch weitere Folgen!!“
- „Das war einer der besten Filme, die ich in letzter Zeit gesehen habe.“
- „Also, ich fand den echt gut, nachvollziehbar und spannend.“
- „Erst gefiel er mir nicht so sehr und ich wollte schon umschalten, dann wurde er doch noch spannend. Acht von zehn Punkten.“
- „Klasse Film und klasse Schauspieler!“
Hass im Netz – Zahlen und Hilfsangebote
Wie verbreitet ist Hass im Netz?
Die Studie „Lauter Hass – leiser Rückzug“ des Kompetenznetzwerks gegen Hass im Netz zeigt: Fast jede zweite Person in Deutschland (49 Prozent) erlebte bereits Online-Beleidigungen. Ein Viertel (25 Prozent) sah sich mit Drohungen körperlicher Gewalt konfrontiert.
Was können Betroffene tun?
Das Kompetenznetzwerk gegen Hass im Netz bietet auf seinem Portal toneshift.org Orientierung, Hilfe und Beratungsangebote. Das Netzwerk besteht aus sechs Organisationen, die sich für Medienpädagogik, Frieden, Demokratie und Zivilgesellschaft einsetzen. Im Bereich „Hilfe & Beratung“ finden Betroffene Informationen zu juristischer, psychologischer und technischer Unterstützung bei digitaler Gewalt.
Quelle: Studie „Lauter Hass – leiser Rückzug“ (2024), Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
ARD-Krimi: Darum geht es in „Nord bei Nordost – Jagd in die Vergangenheit“
In der Folge übernimmt Polizistin Nina Hagen (gespielt von Cordelia Wege) mit ihren Kollegen Felix Bittner (Franz Dinda) und Tim Engelmann (David Bredin) einen sehr persönlichen Fall. Sie kennt den aus dem Gefängnis entkommenen Mörder Werner Roth (André M. Hennicke) noch als besten Freund ihrer verstorbenen Eltern.
Zu DDR-Zeiten gehörte Roth quasi zur Familie und wollte gemeinsam mit Ninas Eltern in den Westen fliehen. Während die Eltern entkamen, fassten die Behörden Werner. Erst nach dem Mauerfall trafen sich die drei wieder.
Nina versteht bis heute nicht, was den einst feinen Menschen vor drei Jahren zu einem brutalen Überfall auf einen Geldtransporter trieb. Als sie ihn bei seiner Vertrauten Teresa Lind (Mélanie Fouché) stellt, kommt es zum dramatischen Aufeinandertreffen – und Roth entkommt.
Bei ihren Nachforschungen stoßen Nina und ihre Kollegen auf verstörende Spuren ihrer eigenen Familiengeschichte. Sie müssen verhindern, dass alte Rechnungen beglichen werden.
„Nord bei Nordost“-Folge in der ARD-Mediathek verfügbar
Wer die Folge verpasst hat oder sich selbst ein Bild machen möchte: „Nord bei Nordost – Jagd in die Vergangenheit“ steht noch bis zum 31. Dezember 2026 in der ARD-Mediathek zum Nachschauen bereit .









