Hartz und herzlich

Ritter-Sprössling lebt von Bürgergeld: „Bin grade zu faul für eine Bewerbung“

Die neue stern-TV-Doku begleitet Jasmin aus der Familie Ritter. Wie schwer ist der Neuanfang der Bürgergeld-Empfängerin wirklich?

Jasmin Ritter
© RTL+
Seit Jahrzehnten steht die Familie Ritter für Gewalt, Drogen und Absturz im deutschen Fernsehen. Jetzt rückt die nächste Generation in den Fokus. In „stern TV Reportage Spezial – 30 Jahre Familie Ritter“ geht es um Sara, Jasmin und Leon.

Und vor allem um eine Frage: Gibt es für sie eine echte Chance auf Neustart?

Nach dem Tod von Karin Ritter und weiteren Familienmitgliedern rücken die Jüngeren in den Fokus. Vor allem Jasmin Ritter (25), Jahrgang 2000. Sie lebt mit ihrem Partner Benny zusammen. Ihre drei Kinder sind in Pflegefamilien. Sie will sie zurück. Doch der Weg dorthin ist steinig.

 

Jasmin Ritter setzt lieber auf TikTok

Therapie, Suchtberatung, Privatinsolvenz – das steht auf der Liste. Jasmin winkt ab. „Versteh’ ich nicht, warum“, sagt sie. „Ich brauch’ keine Therapie. Mir geht’s gut.“ Die Familie lebt aktuell von Bürgergeld.

 

Ein Jobangebot gibt es trotzdem. Doch als es um eine Stelle bei Rewe geht, winkt Jasmin ab. „Ich müsste erst mal eine Bewerbung schreiben. Bin ich grade zu faul dafür“, sagt sie.

Statt Supermarkt setzt sie auf Social Media. Durch Autogramme und Livestreams auf TikTok verdient sie zusätzlich Geld. Ein Freund der Familie, Peter Eschner, will noch mehr rausholen. „Auf jeden Fall bisschen mehr PR machen, Merchandising, Production“, sagt er. Sogar Fanartikel sind geplant. Unter anderem ein Blechschild mit Norman Ritter.


Im Netz gibt es dafür nicht nur Applaus. Jasmin kassiert auch viel Gegenwind. Sie weiß das. „Ich werd’ nie wieder aus der Bildfläche verschwinden. Ich hab im Endeffekt meine Fresse verkauft“, so die Bürgergeld-Empfängerin trocken.

 

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