„Nord bei Nordwest“-Star sorgt mit Schock-Aussage über die Schauspielerei für Aufsehen: „Ich halte das nicht mehr aus.“
Regine Hentschel spielt seit zehn Jahren in der ARD-Reihe „Nord bei Nordwest“ mit. Jetzt spricht die Schauspielerin offen über ihre Existenzängste.
Dortmund – Seit über 30 Jahren ist Regine Hentschel als Schauspielerin tätig. Bekannt ist die 61-Jährige vor allem durch ihre Rolle als Bestatterin Frau Bleckmann in der ARD-Krimireihe „Nord bei Nordwest“. Doch trotz fester Serienrolle kennt auch sie die dunklen Seiten der Branche.

„Nord bei Nordwest“-Star erzählt: Weniger Rollen für ältere Schauspielerinnen
„Ich habe das Glück, dass ich ein sehr spezieller Typ bin und deshalb ein viel größeres Einsatzfeld als manche andere Schauspielerinnen habe. Dennoch merke auch ich, dass die Rollen weniger geworden sind“, sagt Hentschel im Interview mit t-online.de. „Wenn ich nur Schauspielerin wäre, könnte ich nicht überleben.“
Den Grund sieht sie im System: Festanstellungen gebe es kaum, dauerhafte Verträge seien selten. Schauspieler hangeln sich von Projekt zu Projekt. „Ohne eine gewisse Resilienz schafft man es nicht“, erklärt Hentschel. Die ständige Unsicherheit sei nervlich belastend.
„Nord bei Nordwest“-Star Regine Hentschel hat ein zweites Standbein
Deshalb hat sich Hentschel ein zweites Standbein aufgebaut. Parallel zur Schauspielerei studierte sie Sozialarbeit und Pädagogik. Damals rieten ihr die Schauspiellehrer, das Studium unbedingt abzuschließen. „Mir hat der Diplom-Titel früher nie etwas bedeutet. Heute bin ich dafür dankbar“, sagt sie.
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Der Abschluss ermöglichte ihr den Einstieg ins Coaching. Dort helfen ihr auch die schauspielerischen Erfahrungen. „Ich weiß, wie es ist, Absagen zu kassieren, trotzdem den Glauben an sich aufrechtzuerhalten und perspektivisch planen zu müssen“, sagt Hentschel gegenüber t-online.de.
„Nord bei Nordwest“-Star Regine Hentschel spricht über Existenzängste
Besonders schlimm traf es die Schauspielerin laut eigener Aussage einmal, als ein Bildungsträger, für den sie arbeitete, pleiteging.
Das Geld blieb aus. „Ich war verzweifelt. Ich wusste nicht, wie es weitergehen sollte“, erinnert sie sich (mehr ARD-News auf RUHR24).
Dann kam zufällig ein Casting für einen Werbefilm. Hentschel legte all ihre Verzweiflung, Wut und Angst in die Improvisation. Genau das wollten die Auftraggeber sehen. Sie bekam den Job. „Das war für mich eine Art Therapie – aber auch mein Ausweg aus der Existenzkrise.“
„Nord bei Nordwest“-Star Regine Hentschel berichtet über Leben mit Rücklagen
Aus dieser Erfahrung lernte Hentschel, sich ein finanzielles Polster aufzubauen. Heute plant sie ihre Ausgaben genau und lebt mit Rücklagen. „Mir ist bewusst, dass ich einen hohen Lebensstandard habe und viel brauche, um glücklich zu sein. Dementsprechend muss ich mehr tun. Mir war also irgendwann klar, dass meine Arbeit als Schauspielerin dafür nicht ausreicht.“
Am 29. Januar und 5. Februar 2026 liefen die neuen „Nord bei Nordwest“-Folgen „Pechmarie“ und „Blindgänger“ um 20.15 Uhr im Ersten. In der ARD-Mediathek sind beide Folgen bereits seit dem 1. Januar verfügbar. Fans der Serie können Regine Hentschel dort als Bestatterin Frau Bleckmann sehen.
Zuschauer erwartet bei „Nord bei Nordwest“ in diesem Jahr eine Änderung – es gibt zwei weitere Folgen, die voraussichtlich im Herbst laufen.








