Nord bei Nordwest

„Nord bei Nordwest: Blindgänger“: Warum in Schwanitz plötzlich alles auf dem Spiel steht

Wenn im fiktiven Küstenort Schwanitz Blaulicht aufleuchtet, geht es bei „Nord bei Nordwest“ selten nur um ein Verbrechen. Auch in der neuen Folge „Blindgänger“ wird es wieder richtig spannend – alle Infos gibt es hier!

 Ein Blindgänger in Schwanitz! Hauke Jacobs (Hinnerk Schönemann) und Hannah Wagner unterstützen bei der Bombenentschärfung.
Ein Blindgänger in Schwanitz! Hauke Jacobs (Hinnerk Schönemann) und Hannah Wagner unterstützen bei der Bombenentschärfung. Foto: NDR/Gordon Timpen

Diesmal liegt eine besondere Spannung über dem Ort. Ein Fund aus der Vergangenheit reißt alte Wunden auf und bringt Schwanitz an seine Grenzen. Für Hauke Jacobs und Hannah Wagner wird der Einsatz schnell zu mehr als Routine.

Eine Bombe im Boden löst Unruhe im Dorf aus

Der Auslöser scheint zunächst klar: Bei Bauarbeiten wird eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt, ein sogenannter Blindgänger. Hauke Jacobs (Hinnerk Schönemann) und seine Kollegin Hannah Wagner (Jana Klinge) müssen den gesamten Ort evakuieren.

In einer kleinen Gemeinde wie Schwanitz bedeutet das nicht nur Organisation, sondern auch Widerstand, Angst und viele ungeklärte Fragen.

Während die Evakuierung läuft, tauchen zwei Fremde im Ort auf. Andrej Soroka (Max Hopp) und Lutz Budde (Robin Bongarts) wirken fehl am Platz und bleiben doch nicht unbemerkt.

Kurz darauf fällt ein Schuss in einem Wohnhaus. Wenig später fährt der Bewohner Jürgen Thorgard hastig davon, einen zusammengerollten Teppich im Kofferraum.

Was genau in diesem Haus passiert ist, bleibt zunächst unklar. Doch schnell wird klar: Dieser Einsatz wird komplizierter als gedacht.

Es bleiben viele offene Fragen

Als Hauke und Hannah Thorgards Haus aufsuchen, treffen sie nur auf dessen Mutter Mareike Thorgard (Gitta Schweighöfer). Ihr Sohn sei verschwunden, sagt sie. Gleichzeitig entdecken die Ermittler Blutspuren. Eine Waffe liegt im Vorgarten. Doch von einer Leiche fehlt jede Spur.

Der Fall entwickelt sich zu einer ungewöhnlichen Mordermittlung ohne Opfer – und genau das lässt Schwanitz nicht zur Ruhe kommen. Während draußen Menschen ihre Häuser verlassen müssen, verdichten sich drinnen die Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Die Stimmung ist angespannt, das Misstrauen wächst.

Hannahs Vergangenheit holt sie ein

Zusätzliche Brisanz bekommt der Fall durch eine persönliche Wendung. Ausgerechnet Hannahs Bruder Frederik (Mike Hoffmann) wird als Kampfmittel-Experte nach Schwanitz geschickt, um den Blindgänger zu entschärfen. Für Hannah ist das ein Schock.

Über ihre Vergangenheit war bislang wenig bekannt, nun wird deutlich: Zwischen den Geschwistern liegt etwas Ungelöstes.

Die Begegnung bringt Hannah aus dem Gleichgewicht. Sie wirkt emotionaler, verletzlicher und damit ungewohnt offen. Für Hauke wird spürbar, dass seine sonst so kontrollierte Kollegin innerlich kämpft.

Jule gerät zwischen die Fronten

Währenddessen verfolgt Jule Christiansen (Marleen Lohse) einen eigenen Strang. In der Tierarztpraxis begegnet sie einem Mädchen, das plötzlich verschwindet – und offenbar nicht nur vor der Untersuchung ihres Hundes flieht. Jule meldet sich freiwillig, um bei der Suche zu helfen.

Doch je tiefer sie gräbt, desto deutlicher wird: Dieses Verschwinden hängt mit den Ereignissen rund um Soroka und Thorgard zusammen.

Ein Film, der dunklere Töne anschlägt

„Blindgänger“ wirkt ernster als viele frühere Episoden. Der Humor ist da, aber er ist schwärzer, trockener, manchmal bitter. Die Figur des Soroka wird fast grotesk überzeichnet, ohne ihre Bedrohlichkeit zu verlieren. Gerade diese Mischung sorgt dafür, dass sich die Folge lange festsetzt.

Gleichzeitig bleibt „Nord bei Nordwest“ seiner Stärke treu: Figuren stehen im Mittelpunkt, nicht der reine Plot.

Lohnt sich das Einschalten?

„Blindgänger“ ist kein klassischer Wohlfühlkrimi. Die Folge fordert Aufmerksamkeit, spielt mit Erwartungshaltungen und erlaubt ihren Figuren, Widersprüche auszuhalten. Wer „Nord bei Nordwest“ gerade wegen seiner leisen Zwischentöne schätzt, dürfte hier besonders genau hinsehen.

 

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