Küsst er sie jetzt endlich oder nicht? Diese Frage stellen sich seit Jahren die Fans der Krimiserie “Nord bei Nordwest”, denn es knistert schon gewaltig zwischen Herrn Jacobs und Frau Christiansen alias Hinnerk Schönemann (51) und Marleen Lohse (41).
Privat küsst die rothaarige Schauspielerin nur noch Ehemann Max Montgomery (42) und den dreijährigen gemeinsamen Sohn.
Das Paar hat sich vor fünf Jahren in Berlin kennengelernt und ganz klassisch ziemlich bald geheiratet. “Hätte ich mir in meinen unkonventionellen Single-Jahren auch nie so träumen lassen”, lacht sie beim BUNTE-Gespräch. Aber so ist es eben, wenn die Liebe die Karten des
Lebens neu mischt. Ein bisschen fremdelt ihr Mann mit den Seitenaspekten ihres Berufs wie
roten Teppichen und Öffentlichkeit.

Marleen Lohse und Ehemann Max Montgomery bei der 75. Verleihung des Lola-Filmpreises im Mai 2025, Berlin. Tristar Media/WireImage
Marleen Lohse verrät: “Mein Mann hat sich Elternzeit genommen”
Doch als sich Nachwuchs ankündigte, war es keine Frage, dass er seine Frau vollkommen unterstützt, damit sie ihren Beruf weiter ausüben kann. “Mein Mann hat sich Elternzeit genommen, als unser Sohn auf die Welt kam. Deswegen haben die beiden auch eine ganz tolle, innige Beziehung, was mich sehr glücklich macht.
Es ist wunderschön, sie zu beobachten.” Unterstützung braucht sie gerade besonders viel, denn “es ist schon ziemlich komplex, mein Leben gerade bei all den verschiedenen Projekten zu organisieren”. Neben der Serie hat sie den Film “Frau ohne Namen” nach einer Idee von ihr und Drehbuch-Autorin Anne Keßel (43) gedreht. Zudem steht dieses Jahr die zweite Staffel von “Alphamännchen” für Netflix an.
Und: Sie tourt gerade mit ihrem ersten Album “Wide Awake” durch Deutschland. “Ich habe die ersten Lieder geschrieben, als ich schwanger war, und dann nach der Geburt. Das Gefühl, immer sehr wach zu sein, prägte diese Zeit.
Hellwach zu sein, das bedeutet für mich auch, sich sehr bewusst zu sein, was man möchte und was nicht. Eltern zu werden, räumt auf mit bestimmten Problemen, Gedanken und Entscheidungen, die man trifft.”
“Nord bei Nordwest”-Star widmete ihrem kleinen Sohn ein Lied
Das Album und ein spezielles Lied (“Genau für dich gemacht”) hat sie ihrem kleinen Sohn gewidmet – und der ist auch im Hintergrund zu hören, wenn man drauf achtet. “Ich habe das Lied mit dem Handy im Wohnzimmer aufgenommen, als ich es ihm das erste Mal vorgesungen habe. Wir haben es dann im Studio noch unzählige Male wiederholt, aber die erste Version
war die schönste und deswegen haben wir die dann übernommen.” Schon seit ihrer Kindheit singt und schreibt sie eigene Songs, erzählt sie. “Mit neun Jahren habe ich eine Gitarre geschenkt bekommen und sehr schnell Lieder für mich komponiert. In der Studienzeit hatte ich dann eine Bob-Dylan-Coverband.” Lange blieb all das jedoch unter dem Radar. Vor allem auf
Deutsch zu singen, fiel ihr schwer. “Das ist sehr persönlich.” Trotzdem habe sie immer Lust gehabt, auf kleinen Bühnen aufzutreten.
Marleen Lohse wagt sich erstmals auf eigene kleine Tournee
Jetzt im Januar wagt sie sich erstmals auf eine eigene kleine Tournee und kämpft mit einer ziemlichen Portion Lampenfieber. “Hildegard Knef hat mal gesagt: Es braucht Löwenmut, um sich singend auf eine Bühne zu stellen. Den muss ich grad noch ein wenig finden in mir.
Das ist alles schon sehr aufregend. Wir alle haben sehr viel Arbeit und Liebe in das Projekt gesteckt und ich hoffe sehr, dass sich das überträgt.”
Zum Glück hat sie ihren Mann an ihrer Seite, der sich um ihren Sohn kümmert, wenn sie unterwegs ist. “Ich bin sehr dankbar, wie sich gerade alles so fügt”, sagt sie nachdenklich. “Ich wollte immer Kinder haben. Aber natürlich ist es ein großer Kraftaufwand, alles unter einen Hut zu bekommen.”
Schauspielerin stand während der Schwangerschaft vor der Kamera
In der Serie habe man von Anfang an Rücksicht auf sie genommen, erzählt sie weiter – selbst während der Schwangerschaft stand sie vor der Kamera.
“Da habe ich mich dann mal hinter einem Pferd oder einem Tisch versteckt, damit man meinen Bauch nicht sieht”, lacht sie. Drei Monate nach der Geburt war sie schon zurück am Set. In Hamburg lasse sich das gut organisieren, weil dort die Großeltern leben.
“Mein Beruf ist neben vielen anderen Aspekten ein großer Teil meiner Identität. Es macht mich glücklich, vor der Kamera zu stehen, und das merkt mein Sohn auch. Ich muss zugeben, dass ich am Ende des Jahres etwas müde war, aber auch voll mit vielen Eindrücken”, betont sie.
Ihrem Sohn versucht sie ihren Beruf inzwischen vorsichtig zu erklären, und er findet das “cool”. Neulich fragte er seine Mama, ob sie denn schon mal Feuerwehrfrau war. Noch nicht, aber kann ja noch kommen.
Zu Hause mistet sie gerade aus, verrät sie noch. Reduzieren, was man nicht unbedingt braucht, kann befreiend sein – auch wenn das Kinderzimmer noch außen vor bleibt.
“Wie jedes Jahr nehme ich mir vor, ein bisschen mehr Ordnung und Klarheit in mein Leben zu bringen. Ich merke einfach, dass ich mich in einem ruhigen, aufgeräumten Zuhause wohler fühle, gerade weil draußen so viel los ist. Das gibt mir Halt und hilft mir, bei mir zu bleiben.”









