„Hartz und herzlich“-Beate gesteht Alkoholabhängigkeit – „Kinder waren nicht versorgt“
Bürgergeld-Empfängerin Beate erzählt bei „Hartz und herzlich“ erstmals, wie schlimm ihre Alkoholsucht war – und wie sehr Janine, Chantal und Pascal darunter leiden mussten.
Seit Jahren bezieht Mannheimerin Beate Bürgergeld, sie ist sich sicher, nicht mehr für den Arbeitsmarkt geeignet zu sein. Denn die Mutter von Janine, Pascal und Chantal leidet seit vielen Jahren an Depressionen.
In der Sozial-Doku „Hartz und herzlich“ spricht sie regelmäßig über ihre Krankheit, doch jetzt packt sie erstmals auch über ihre Alkoholabhängigkeit aus und erzählt, wie sehr ihre Kinder darunter leiden mussten.

Eine große Hilfe in dieser Zeit: Beates Freundin Ela! Sie steht schon lang an ihrer Seite und als alle Dämme brachen, musste sie für die dreifache Mutter einspringen.
Heute sitzen sie gemeinsam in Beates Küche und erinnern sich. „Ich hab jeden Tag wirklich drei Flaschen Wein getrunken, Rotwein war das“, gesteht die Bürgergeld-Empfängerin.
Zu dieser Zeit war sie überfordert mit allem – wäre Ela nicht eingeschritten, hätte Beate das Sorgerecht für ihre Kinder verlieren können!
Alkoholsucht in den Benz-Baracken: Bürgergeld-Empfängerin Beate bricht bei „Hartz und herzlich“ ihr Schweigen
Eigentlich wollten die beiden Frauen Beates Plan, wegen ihrer Depressionen einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen, diskutieren.
Doch schon bald kommen sie auf das frühere Alkoholproblem der Mannheimerin zu sprechen, das sie heute auf ihre damals undiagnostizierten Depressionen zurückführt. „Jetzt sind die Symptome viel stärker, früher habe ich sie weggesoffen“, erklärt sie.
Die Bürgergeld-Empfängerin spricht zwar regelmäßig über ihre psychische Krankheit, jedoch seltener über die Ursachen.
Mit zwei Jahren kam sie in ein Kinderheim, später wurde die „Hartz und herzlich“-Protagonistin vom Vater ihrer ersten Tochter Janine misshandelt, sie musste vor ihm fliehen und sich in sozialen Einrichtungen verstecken. Noch immer kämpft sie mit den Folgen der toxischen Beziehung, wie sie sagt.
„Ich habe ja eigentlich nur getrunken, weil ich nicht klargekommen bin“, gesteht Beate ganz emotional, „ich war ja auch immer alleine.“ Ihr sei es „jeden Tag schlecht gegangen“, denn sie war täglich verkatert.
Ihre Rettung war die Freundschaft zu Ela: „Die kam jeden Tag und jeden Tag war ich betrunken. […] Ich muss auch sagen, die Kinder waren nicht versorgt, das hat alles die Ela gemacht.“ Über Monate kümmerte sich Beates heutige beste Freundin um Janine, Chantal und Pascal, bis sie die Reißleine zog.
„Ich habe sie dann vor die Wahl gestellt“, berichtet die Mannheimerin, Beate ergänzt, „dann hat sie gesagt: ‚Ich kann das nicht mehr.
Hörst du nicht auf, komme ich nicht mehr!‘“ Daraufhin habe die Bürgergeld-Empfängerin das Trinken eingestellt, weil sie erkannte, was auf dem Spiel stand. „Ich habe dann meine armen kleinen Kinder gesehen“, erzählt sie.
Trotzdem will Beate eines klarstellen, egal wie betrunken sie war: „Ich war nie aggressiv oder so, aber halt jeden Tag draußen!“ Heute sei sie ganz weg vom Alkohol, berichtet sie stolz: „Den Kampf gegen den Alkohol habe ich gewonnen.“
Lediglich die Depressionen beeinträchtigen sie bis heute. Auch andere bekannte Gesichter aus den Benz-Baracken litten an Süchten, „Hartz und herzlich“-Ikone Elvis erlitt sogar während der Dreharbeiten Rückfälle seiner Heroin-Abhängigkeit.









