Als Chefarzt in der ZDF-Serie “Der Bergdoktor” liebt ihn das Publikum, privat hat Mark Keller schwere Schicksalsschläge erlebt: Kindheit “hinter Gittern”, der frühe Tod der Mutter, eine schwerkranke Ex-Frau – und dennoch findet er neues Glück.
Als Chefarzt Dr. Kahnweiler in “Der Bergdoktor” ist Mark Keller die lässige, charmante Konstante an Hans Sigls Seite – das ZDF-Publikum feiert ihn dafür seit Jahren.
Dazu kam 2024 sein Auftritt bei “Let’s Dance”, mit dem er sich auch ins Herz vieler Show-Fans getanzt hat. Von außen wirkt das Leben des Schauspielers wie eine einzige Erfolgsstory.
Aber wenn du einen Blick hinter die Kulissen wirfst, merkst du schnell: Keller hat privat eine Reihe richtig harter Momente durchgestanden.
Seine Mutter starb, als er noch ein Baby war, er wuchs bei seinen Großeltern auf – in einem ehemaligen Gefängnis. Später heiratete er, seine Frau wurde schwer krank und ist heute ein Pflegefall.
Trotzdem spricht Keller immer wieder von Glück, Dankbarkeit und seinem Glauben daran, dass es weitergeht. Genau diese Mischung aus Härte und Hoffnung macht seine Geschichte so intensiv.
Kindheit hinter Gittern: Verlust der Mutter und Leben im Gefängnis
Wenn Mark Keller über seine Kindheit spricht, klingt das erst mal wie ein Drehbuch: Er ist buchstäblich im Gefängnis aufgewachsen – bei seiner Oma.
Die war im Krieg mit ihren Kindern aus Köln an den Bodensee geflüchtet und landete mit der Familie in einem alten Gefängnisgebäude.
Nach dem Krieg durfte sie dort bleiben, aus einer Zelle wurde eine kleine Wohnung. Genau dort wurde Mark geboren; mit Gittern vor den Fenstern, durch die er als Kind auf die Straße schaute.
Er erzählt, dass er immer Angst hatte, es könnte brennen – denn raus konnte man nicht einfach so.
Und trotzdem beschreibt er seine Kindheit oft als “schön” und “idyllisch”. Auf dem Hof des ehemaligen Gefängnisses hat er gesungen, gepfiffen, getanzt und später trainiert. Das klingt nach einer krassen Mischung aus Enge und Freiheit: drinnen Gitter, draußen Licht und Bühne.
Dazu kommt der frühe Schock: Seine Mutter starb kurz nach seiner Geburt mit nur 30 Jahren.
Sein Vater, ein Kroate, war nicht mit ihr verheiratet – Mark wäre im Heim gelandet, wenn nicht die Großeltern eingesprungen wären. Also nahmen sie ihn bei sich auf und wurden zu seiner Familie im Herzen. Seine Oma war es übrigens auch, die ihn überhaupt erst in Richtung Showbusiness geschubst hat.
Schwere Krankheit der Ex-Frau, starke Söhne und neues Glück an seiner Seite
Während seine Karriere Ende der Achtziger über die “Rudi Carrell Show” und erste Rollen Fahrt aufnahm, lief privat nicht alles glatt. 1992 heiratete er seine Frau Tülin.
Viele Jahre später wurde bekannt, dass sie seit über 20 Jahren an einer schweren, chronischen Krankheit leidet. Angefangen hat alles mit einem Tremor, es folgten zahlreiche Operationen.
Bei einer komplizierten Bandscheiben-OP Mitte der 2000er infizierte sie sich dann mit einem Krankenhauskeim – mit Folgen, die sie bis heute einschränken.
Mark Keller nennt sie in Interviews offen “seit Jahren einen Pflegefall”. Das Paar hat sich zwar getrennt, aber die gemeinsame Geschichte und Verantwortung bleibt.
Gemeinsam haben die beiden zwei Söhne: Joshua und Aaron, die selbst inzwischen in der Showbranche unterwegs sind. Keller sagt, dass die drei gerade durch Tülins Krankheit zu einem extrem engen Team geworden sind – die Jungs haben ihn schon als Schüler zu Drehs begleitet, als ihre Mutter krank wurde.
Heute hat der “Bergdoktor”-Star eine neue Partnerin an seiner Seite: Anna, mit der er laut seinem Buch bereits seit 2012 zusammen ist. Sie bleibt bewusst aus der Öffentlichkeit raus, ist aber für ihn ein emotionaler Anker.
Er beschreibt sie als Frau mit “großem Herzen”, die ihm Liebe, Vertrauen und Geborgenheit schenkt – und das, obwohl er beruflich ständig unterwegs ist.
Genau diese Mischung aus Trauer, Verantwortung, Familie und neuer Liebe macht deutlich, warum Mark Keller privat so viel tiefgründiger ist, als es die ZDF-Kulissen vermuten lassen.









