Prime Video landet den nächsten Volltreffer: Im Januar ließ der deutsche Kriegsfilm „Der Tiger“ die komplette Streaming-Konkurrenz hinter sich.

Seit November wird Prime Video offiziell von der AGF gemessen – und der Amazon-Dienst nutzt diese Bühne eindrucksvoll. Nach Erfolgen wie „Maxton Hall“ und „Fallout“ sicherte sich im Januar nun „Der Tiger“ die Spitzenposition der Streaming-Hitliste. Rund drei Millionen Abrufe kamen für den Film zusammen – ein Wert, den kein anderes Format im Monat erreichte.
Damit untermauert Prime Video eine frühere Eigenmeldung: Schon kurz nach dem Start hatte Amazon verkündet, dass „Der Tiger“ der erfolgreichste deutsche Eigenfilm der Plattform sei. Die aktuellen AGF-Zahlen bestätigen diese Aussage nun auch offiziell – selbst wenn das Portfolio deutscher Amazon-Originalfilme bislang noch überschaubar ist.
Hans Sigl vor dem Dschungelcamp
Direkt hinter dem Amazon-Erfolg folgt das ZDF: „Der Bergdoktor“ war im Januar extrem gefragt und platzierte gleich mehrere Folgen mit jeweils deutlich über zwei Millionen Abrufen in den Top-Rängen.
Insgesamt lagen drei Episoden sogar vor sämtlichen Ausgaben des RTL-Dschungelcamps, das ebenfalls stark performte, aber später im Monat startete und damit weniger Zeit für Abrufe hatte.
Der Vergleich hinkt zwar etwas, zeigt aber dennoch: Hans Sigl war im Streaming stärker als die australische Dschungelprüfung.
Prime Video mit zehn Titeln in den Top 25
Neben „Der Tiger“ sammelte Prime Video weitere Erfolge: Auch „Fallout“ blieb mit mehreren Episoden sehr präsent, hinzu kamen stark gefragte Filme wie „Greenland“, „The Wrecking Crew“ und „Guns Up“. Insgesamt platzierte der Streamingdienst zehn Titel in den Top 25 – mehr als jeder andere Anbieter.
Währenddessen ging Joyn im Januar komplett leer aus. Die ARD schaffte es immerhin mit einem Handball-Livestream in die Hitliste, was zeigt, dass auch Sport von den technischen Zählweisen profitiert.
Die AGF misst bei Streaming inzwischen Views, also reine Startvorgänge. Jeder Klick zählt – auch wenn ein Stream mehrfach gestartet oder nur kurz angesehen wird. Das erklärt die hohen Werte und macht die Zahlen eher mit Plattformen wie YouTube vergleichbar.








