Hartz und herzlich

Bürgergeld-Empfängerin wird Strom abgedreht – „Hätten sie nicht machen dürfen“

Bei „Hartz und herzlich“ kämpft Rostockerin Pamela mit schweren Problemen. Selbstkritik betreibt die Bürgergeld-Empfängerin nicht, sie schiebt die Verantwortung auf das Jobcenter.

Bürgergeld-Empfängerin Pamela kocht vor Wut, in ihrer Ein-Zimmer-Wohnung wurde der Strom abgestellt.

In der RTLZWEI-Sozialdoku „Hartz und herzlich“ erzählt sie, wie es so weit kommen konnte – Schuld am Drama ist natürlich jemand anderes. Das Jobcenter soll das Problem der 59-Jährigen nun ausbügeln.

„Hartz und herzlich“-Pamela ist sauer, ihr wurde der Strom abgedreht.
„Hartz und herzlich“-Pamela ist sauer, ihr wurde der Strom abgedreht. © Screenshot / RTL+ / RTLZWEI

Dass die Rostockerin von jetzt auf gleich keinen Strom mehr hat, hat einen simplen Grund: Die Bürgergeld-Empfängerin hat zwar einen Urlaub gebucht, aber seit Monaten die Stromrechnungen nicht beglichen.

Sie ist in einen enormen Zahlungsrückstand geraten. Eine Katastrophe für Pamela, die nun kurzfristig auf Internet, Kochen und Fernsehen verzichten muss.

„Hartz und herzlich“-Pamela im Schulden-Chaos – Amt soll sie retten

Eigentlich hatte sie gehofft, dass eine Rentenerhöhung die „Hartz und herzlich“-Protagonistin vor einem Schuldendrama retten würde.

Doch das war nicht der Fall – offensichtlich. „Die haben mir den Strom abgeschaltet!“, ärgert sich die Rostockerin, „aber das hätten sie nicht machen dürfen!“ Ihr Anbieter habe ein SEPA-Mandat, doch die Kosten seien nicht abgebucht worden.

Statt die offenen Rechnungen zu begleichen, hat Pamela einfach gewartet, bis der Strom weg war. „Jetzt hat das Jobcenter das, was noch gefehlt hat, bezahlt“, erzählt sie. Doch Elektrizität hat sie trotzdem bislang nicht. Bisher kümmert sich Pamela auch weniger darum, wieder Strom zu bekommen, als darum, die abgestellte Stromzufuhr zu umgehen.

Denn zu ihrer Freude funktioniert in ihrer Küche noch eine Steckdose! Die Bürgergeld-Empfängerin legt also einfach mehrere Mehrfachsteckdosen durch die Wohnung, schließt ihren Fernseher, Wlan-Router und weitere Geräte an einen Stecker an. Bekocht wird sie von einer Nachbarin, denn ihr Herd geht nicht.

Obwohl die „Hartz und herzlich“-Protagonistin eigentlich keine Elektrizität hat, lebt sie fast wie zuvor. Trotzdem droht sie an: „Wenn jetzt nicht innerhalb von ein paar Tagen einer kommt, darf ich die Miete kürzen!“ Zwar bezahlt das Jobcenter und gar nicht Pamela selbst die Kosten für die Wohnung, das scheint ihr aber egal zu sein. Im Zweifelsfall wolle sie das Amt anweisen, weniger Miete zu zahlen.

 

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