Bürgergeld-Empfängerin verhöhnt das Jobcenter: „Beim ersten Mal passiert sowieso nichts“
Bürgergeld-Empfängerin Carola hat ein entspanntes Verhältnis zum Jobcenter. Sie kennt ihre Grenzen genau.
Denn der ist schließlich seit geraumer Zeit verletzt, was dazu führte, dass sie ihre letzte Tätigkeit – Carola arbeitete für zwei Euro die Stunde in einem Park – bereits nach zwei Arbeitstagen wieder an den Nagel hängte (hier die ganze Geschichte).
Mit Arbeit hat Carola also nicht allzu viel am Hut. Dafür jedoch scheint sie mit ihrem zuständigen Mitarbeiter im Jobcenter sehr gut klarzukommen.
Anders jedenfalls ist die Lethargie, mit der die Bürgergeld-Empfängerin die Termine im Amt wahr- beziehungsweise nicht wahrnimmt, nicht zu erklären.

Bürgergeld-Empfängerin Carola ist die Ruhe selbst
„Mein Arbeitsvermittler, der ist kulant. Der sagt auch nichts, wenn ich jetzt mal nicht komme. So einen Arbeitsvermittler habe ich auch noch nie gehabt. Also ich kann mich bis jetzt nicht über ihn beklagen“, so die 40-Jährige.
Und so scheint sie auch keine Sorgen vor Konsequenzen zu haben, wenn sie mal einen Termin nicht wahrnimmt. Denn Carola scheint grundsätzlich nur noch auf Anrufe ihres Vermittlers zu reagieren.
Schriftliche Einladungen fallen da eher hintenüber. „Beim ersten Mal passiert sowieso nichts“, grinst die Arbeitslose.
„Muss ich dem das nachweisen? Nein!“
„Wenn ich jetzt ein oder zweimal schwänze, und bei der dritten Einladung nicht hingehe, dann kriege ich Kürzungen, bis ich dann den neuen Termin wahrnehme“, erklärt Carola.
Es sei ja eh nur ein Gespräch, „es ist ja nicht direkt ein Gespräch für Arbeit oder so. Und zur Not kann ich ihm auch noch sagen, ich hatte einen anderen Termin. Muss ich dem das nachweisen? Nein!“
Eine doch recht entspannte Sichtweise. Dass der Jobcenter-Mitarbeiter ihre Aussagen auch im TV sehen könnte, scheint ihr relativ egal. „Der sagt nichts, er kennt mich ja durch das Fernsehen“, so Carola.








