Bizarrer Zuschauer-Wunsch: „Nord bei Nordwest“-Star soll Fans persönlich beerdigen
Dieser „Nord bei Nordwest“-Star pendelt zwischen zwei TV-Krimi-Hits. Passend dazu sorgt ein bizarrer Zuschauer-Wunsch für Aufsehen.
Trotz der Doppelbelastung behält der Schauspieler immer den Überblick, wie er gegenüber „NOZ“ erklärt: „Es kommt vor, dass ich innerhalb von drei Wochen erst ‚Nord Nord Mord‘ drehe, dann ‚Nord bei Nordwest‘, und anschließend noch einmal „Sylt-Krimi“. Trotzdem weiß ich immer, wo ich bin, und habe auch noch nie einen Kollegen falsch angesprochen.“
So unterscheidet sich „Nord bei Nordwest vom „Sylt-Krimi„
Der Schauspieler findet die nötige Orientierung zwischen den Produktionen vor allem durch die Kostüme. „Mit dem Bestatter-Anzug bin ich Herr Töteberg.
Mit Uniform und Brille spiele ich Herrn Schneider“, erklärt Tölle. Schon die Anreise hilft ihm dabei, sich auf die jeweilige Rolle einzustimmen.
Im Zug nach Westerland stellt er sich automatisch auf die Polizistenrolle ein, während die Fahrt über die Fehmarnsundbrücke ihn an „Nord bei Nordwest“ denken lässt.
Diese Wechselroutine ist ihm vom Theater vertraut, wo er mehrfach an einem Tag unterschiedliche Figuren spielte.
Die Brille macht dabei den Unterschied: Sie hat die Figur des peniblen Herrn Schneider mit ihrer Genauigkeit und ihrem Wunsch, anderen zu gefallen, maßgeblich geprägt. Bei Herrn Töteberg hingegen spielt das bewusst zu kurze und eng geschnittene Anzug-Set eine Rolle. „Das wirkt ein bisschen wie Charlie Chaplin“, sagt Tölle.
Fans reagieren besonders auf „Nord bei Nordwest„
Zuschauer erkennen Tölle besonders häufig an seiner Rolle als Töteberg und legen ihm manchmal skurrile Wünsche vor. „Ach, der Herr Töteberg, hallo! Sie können mich dann gerne abholen, wenn es zu Ende geht,“ berichten ihm ältere Fans.
Der Schauspieler reagiert darauf humorvoll und erwidert häufig: „Meistens sage ich einfach, sie sollen weiter fleißig GEZ zahlen – dann machen wir weiter.“
Gleichzeitig betont er, dass er privat noch nie mit dem Tod in Berührung gekommen sei und dies gerne so beibehalten möchte.
Obwohl „Nord bei Nordwest“ oft Tiere als Bestandteil der Handlung integriert, macht Tölle keinen Hehl daraus, dass er kein allzu großes Faible für Tiere hat. Im Gegenteil: Drehs mit einer Vogelspinne waren für ihn wegen seiner Phobie eine Herausforderung.
Zu einer weiteren kuriosen Situation kam es, als ein Dackel in einer Szene seinen Kollegen Oliver Wnuk biss. Tölle nimmt solche Momente jedoch gelassen: „Die Szene hat uns irgendwie noch enger verbunden“, fügt er hinzu.
Die Drehorte der beiden Serien – Sylt für „Nord Nord Mord“ und Fehmarn für „Nord bei Nordwest“ – empfindet Tölle als sehr unterschiedlich. An Fehmarn schätzt er vor allem das graue Meer der Ostsee, während Sylt für ihn deutlich luxuriöser wirkt.
„Dieser Reichtum, der einen da anschreit“, beschreibt Tölle die Atmosphäre der Nordseeinsel. Privat zieht er allerdings ruhigere ostfriesische Inseln vor, wie etwa Juist oder Norderney. Dennoch genießt er es, dort arbeiten zu dürfen, wo andere Urlaub machen.









