Monika Baumgartner (74) ist eine Institution im deutschen Fernsehen. “Die Rosenheim-Cops”, “Der Bulle von Tölz”, “Tatort” – die Liste ihrer Produktionen ist lang.
Seit 2008 begeistert die Münchnerin das Publikum als fester Teil der beliebten ZDF-Serie “Der Bergdoktor”.
Doch auch eine derart erfahrene Darstellerin wird offenbar nicht immer mit dem Respekt behandelt, den sie verdient hätte.
In der MDR-Talkshow “Riverboat” packte Baumgartner jetzt eine Anekdote aus, die sie noch immer sichtlich auf die Palme bringt.
Es ging um den Fernsehfilm “Jennerwein” aus dem Jahr 2003, in dem sie an der Seite von Hollywoodstar Christoph Waltz (69) die Mutter von Fritz Karls (58) Figur spielen sollte. Doch was dann passierte, verschlug der Schauspielerin die Sprache.
“Leut’, ich mache den Job jetzt zig Jahrzehnte!”
“Als das besetzt worden ist, habe ich einen Brief bekommen von der Filmfirma, ich möchte zum Casting kommen, ob ich zu Herrn Fritz Karl passe”, erzählte Baumgartner im Gespräch mit Karl und Moderatorin Kim Fisher (56).
Für die damals bereits seit Jahrzehnten etablierte Darstellerin war das schlicht eine Zumutung.
Ihre Reaktion fiel entsprechend deutlich aus: “Da habe ich gesagt: ‘Leut’, ich mache den Job jetzt zig Jahrzehnte! Wenn ich jetzt zum Casting soll, weil ihr mich fragt, passe ich zu dem Herrn Fritz Karl, da gehe ich lieber zum Putzen.’ Ich war so empört!”, berichtete die 74-Jährige.
Dass ihr Können nach einer so langen Laufbahn plötzlich auf den Prüfstand gestellt werden sollte, empfand die Schauspielerin als schlichtweg unmöglich.
Und ihre explosive Reaktion zeigte tatsächlich Wirkung: Wenig später flatterte die Einladung zur Kostümprobe ins Haus – ganz ohne vorheriges Casting. Baumgartner hatte sich durchgesetzt, wie es ihrem Naturell entspricht.
Die Schauspielerin blickt derweil auch nach vorn – und wird dabei nachdenklicher. Im Juli feiert Monika Baumgartner ihren 75.
Geburtstag, ein Meilenstein, der sie zunehmend zum Reflektieren bringt. “Die Einschläge kommen näher – viele wunderbare Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich jahrelang gearbeitet habe, sind nicht mehr da”, offenbarte sie kürzlich im Interview mit “t-online”. Je älter sie werde, desto bewusster werde ihr die eigene Endlichkeit.









