“Behringer und die Toten”- Worte des Dankes: Jessica Ginkel erinnert an Wanda Perdelwitz (†)
Sie war eine jener Schauspielerinnen, die nicht laut sein mussten, um zu berühren. Mit feiner Zurückhaltung, großer Wärme und Sensibilität prägte Wanda Perdelwitz ihre Rollen.
Sie mied den Trubel, suchte nicht das Rampenlicht um jeden Preis. Ihr Tod kam unerwartet und hinterließ tiefe Trauer und Bestürzung. Wanda Perdelwitz verstarb an den Folgen eines “Dooring”-Unfalls im Alter von 41 Jahren.
“Behringer und die Toten – Ein Bamberg-Krimi”: Wanda Perdelwitz’ letzte filmische Arbeit
Vor ihrem Unfall war sie zuletzt in der RTL-Krimireihe “Behringer und die Toten – Ein Bamberg-Krimi” zu sehen. Seit Anfang 2024 gehörte sie fest zum Ensemble und verkörperte die frühere Kommissarin Charly Behlke, eine Figur, die nach einem Schusswechsel im Rollstuhl sitzt, dem Team jedoch weiterhin mit klarem Blick und großer Erfahrung beratend zur Seite steht.
Auch abseits der Kamera war Wanda Perdelwitz eine geschätzte Kollegin, deren Verlust eine schmerzliche Lücke hinterlässt.
Wenn jede Szene plötzlich schwerer wiegt: Jessica Ginkel erinnert sich an die gemeinsame Zusammenarbeit
Eine, die besonders viel Zeit am Set mit ihr verbrachte, ist Jessica Ginkel, 45. Im Gespräch mit GALA gewährt sie einen sehr persönlichen Einblick, spricht offen über ihre Verbundenheit zu Wanda und erinnert an deren letzte filmische Arbeit – und an einen Menschen, der nachhaltig berührte.
Als klar wurde, dass es Wandas letzte Dreharbeiten waren, bekam jede Szene für die Schauspielerin eine besondere Tiefe: “Plötzlich bekommen Szenen eine andere Bedeutung. Blicke, kleine Gesten, Momente zwischen den Figuren – all das wirkt jetzt intensiver. Es macht mich traurig, weil sie noch so viele Pläne hatte. Sie war bei unserer letzten Begegnung voller Energie, Tatendrang und Vorfreude auf diese Zeit.”

Wandas Tod erschütterte das Team
Jessica erinnert sich an den Moment, als die Todesnachricht bekannt wurde. Sie selbst war nicht am Set, sondern auf dem Weg nach München, als sie die Todesnachricht im Zug erreichte. “Dreharbeiten sind normalerweise geprägt von Konzentration, Routine, manchmal auch Leichtigkeit – und plötzlich war alles anders.” In den Tagen danach war sie dankbar für den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen. “Es waren viele intensive, bewegende Gespräche. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt Wandas Familie.” Wanda Perdelwitz hinterlässt ihren Sohn, den Mittelpunkt ihres Lebens, und ihren Lebensgefährten – Menschen, die ihr ebenso am Herzen lagen wie ihre Kolleg:innen und das Publikum, das sie vor den Bildschirmen berührte.
Warum Wanda am Set unvergessen bleibt
Am Set wird ihr Verlust deutlich spürbar. Jessica, selbst Mutter von zwei Kindern, erinnert sich: “Ich habe Wanda als eine sehr feinsinnige, präzise arbeitende Kollegin erlebt. Sie hatte einen unglaublich genauen Blick und ein starkes Gespür für das Spiel und seine Details.” Gleichzeitig brachte Wanda eine Leichtigkeit und besonderen Witz mit, die das Miteinander am Set bereicherten. “Diese Mischung aus Genauigkeit und Wärme ist mir besonders in Erinnerung geblieben”, macht die 45-Jährige deutlich.

Authentische Momente vor der Kamera
Wanda habe Gefühle nicht ausgestellt, sondern zugelassen, offenbart Jessica Ginkel, und spricht über die Rolle, die Wanda Perdelwitz in “Behringer und die Toten” spielte. Als Charly Behlke, die nach einem Dienstunfall an den Rollstuhl gefesselt ist, verkörperte Wanda Perdelwitz eine Figur, die ihr Schicksal annimmt, innerlich jedoch immer wieder damit hadert. “Wanda hat Charly eine große Eigenständigkeit und Sensibilität verliehen. Die Figur ist stark, aber nicht unnahbar. Genau diese Zwischentöne hat Wanda mit großer Feinfühligkeit ausgearbeitet. Sie hat der Rolle Tiefe, Wärme und Glaubwürdigkeit geschenkt.”
Wanda Perdelwitz bleibt unvergessen. In den neuen Folgen von “Behringer und die Toten – Ein Bamberg-Krimi” ist sie noch einmal zu sehen.









