Ralf Herrmann kennt man als Bauernreporter aus „Bauer sucht Frau“ – und damit als jemanden, der regelmäßig tiefe Einblicke in das Leben auf deutschen Höfen bekommt.
Im Podcast „HÖRZU und ab geht’s“ spricht er über seinen ersten Drehtag als Bauernreporter, überraschend emotionale Begegnungen – und darüber, wie das Leben auf dem Bauernhof wirklich aussieht.
Seinen allerersten Dreh als Bauernreporter wird Ralf Herrmann wohl nie vergessen. Gleich zu Beginn entstand der Opener der Sendung. Und der verlief ganz anders als geplant.
Beim Filmen auf einem Misthaufen rutschte Herrmann mit der Gabel ab und landete mitten in den tierischen Hinterlassenschafften.
„Ich war voll mit den Händen drin“, erinnert er sich Peinlich, aber „versendet“ sich ja? Nicht ganz. Bis heute ist genau dieser Moment im Intro der Sendung zu sehen.
Aber Herrmann kann darüber lachen und sagt: „Das war eine sehr lustige Erfahrung.“
Behind the scenes: Diese Momente berühren bei „Bauer sucht Frau“ besonders
Nicht nur das Arbeiten mit der Mistgabel war anders, als vorab gedacht. Auch das Leben auf einem Hof barg für Herrmann viele Überraschungen.
Das zeigte etwa eine frühe Begegnung mit Kultbauer Schäfer Heinrich. Während der Arbeit mit den Schafen murmelte er immer wieder vor sich hin: „Für Gabi tu ich alles“. Herrmann fragte sich: Ist Gabi ein Schaf? Und warum war sie so besonders?
Auf Nachfrage stellte sich dann heraus: Schäfer Heinrich sprach gar nicht mit den Tieren. Stattdessen hörte er in Daurschleife sein eigenes Lied – weil er für einen Auftritt üben musste! Denn: „Heinrich ist natürlich Schäfer, aber eben auch seit vielen Jahren Sänger auf dem Ballermann. Und er vereint beides!“ Für Bauernreporter Ralf ein Beispiel dafür, wie vielseitig das Leben vieler Landwirte ist.
Nicht nur der Alltag, auch die Höfe selbst seien sehr abwechslungsreich. So gebe es sowohl hochmoderne Betriebe mit viel Technik als auch kleine Höfe, auf denen ein einzelner Bauer alles allein stemmt.
Was sie verbindet, sei vor allem eines: „Leidenschaft und Herzblut, sonst kann man diesen Job nicht machen.“
Besonders eindrücklich war für Herrmann ein Besuch bei einem jungen Bauern in Bayern, der den Sommer über allein auf einer Alm lebt – monatelang, nur mit seinen Schafen, „wie bei Heidi! Das fand ich schon sehr außergewöhnlich.“ Diese lange Zeit in Abgeschiedenheit habe Ralf Herrmann besonders beeindruckt.
Neben den ungewöhnlichen Arbeitsbedingungen bleiben vor allem persönliche Begegnungen hängen.
Besonders bewegt hat Ralf Herrmann die Geschichte eines Bauern, der seinem Vater vor laufender Kamera für alles dankte, was dieser nach dem frühen Tod der Mutter geleistet hatte. Ein Moment, in dem beide emotional wurden – und den Herrmann bis heute nicht vergessen hat.
Urlaub auf dem Bauernhof? Bauernreporter Ralf hat eine Vermutung für den Boom
Generell beeindruckt zeigt sich Herrmann über die Offenheit der Bauern. Gemeinsame Mahlzeiten, mehrere Generationen unter einem Dach und schnelle Hilfe unter Nachbarn gehören für ihn zum Alltag auf vielen Höfen.
Ein Zeichen für den starken Zusammenhalt, der das Leben auf dem Land prägt. „Da wird zusammen gearbeitet, gegessen, gelebt, DAS ist für mich Gastfreundschaft.“
Ein Grund, warum aktuell so viele Menschen Urlaub auf dem Bauernhof machen? Ja, aber noch ein weiterer liegt für den Bauernreporter auf der Hand: Es ist die Sehnsucht nach Entschleunigung und einem einfacheren Leben – fernab vom hektischen Alltag.
Ob lustige Pannen, besondere Begegnungen oder ehrliche Einblicke in die Landwirtschaft: Die ganze Folge mit Ralf Herrmann hört ihr jetzt in unserem Podcast „HÖRZU und ab geht’s“.









