In Sachen TV-Quote gibt es nun schlechte Nachrichten für das ZDF-Format „Der Bergdoktor“.
Besonders brisant: Die Reihe, die früher eher im Schatten lief, tritt inzwischen mit neuem Namen, neuem Format und prominenter Sendeplatz-Unterstützung auf. Für „Der Bergdoktor“ bedeutet das einen Abend, an dem plötzlich jede Zahl zählt.

Quoten-Duell: „Der Bergdoktor“ wankt
Die umbenannte Serie, nun als „Der Salzburg-Krimi“ im 90-Minüter-Format unterwegs und von der ARD kräftig angeschoben, legte schon vergangene Woche einen Traumstart hin. Im Schnitt sahen 5,72 Millionen Menschen zu, wie DWDL berichtet – ein sprunghafter Erfolg für die Reihe.
Und das war kein Strohfeuer: Beim zweiten Film „Am seidenen Faden“ kehrte der Großteil des Publikums zurück. 5,48 Millionen Zuschauer schalteten ein.
Der Marktanteil kletterte auf starke 24,0 Prozent insgesamt, bei den 14- bis 49-Jährigen standen 8,5 Prozent zu Buche. Damit setzte sich „Der Salzburg-Krimi“ erneut vor „Der Bergdoktor“, der zum Staffelfinale trotzdem beeindruckend mobilisierte.
Rund fünf Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer wollten das große Finale sehen. Beim Gesamtpublikum reichte das für sehr respektable 21,9 Prozent Marktanteil.
„Der Bergdoktor“ bleibt außerdem bei den Jüngeren attraktiv: In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen holte die ZDF-Serie erneut einen zweistelligen Marktanteil von 10,2 Prozent. Geschlagen geben musste sie sich in dieser Altersgruppe in der Primetime nur „Germany’s Next Topmodel“ bei ProSieben.
Trostpflaster für „Der Bergdoktor“
Trotz allem steckt hinter den aktuellen Zahlen eine Entwicklung, die für „Der Bergdoktor“ klaren Sprengstoff birgt. Die linearen Reichweiten der Ausstrahlungen liegen in diesem Jahr unter den Werten der vergangenen Jahre – ein Warnsignal für eine langjährige Quotenbank.
Doch das Bild ist komplexer: Die ZDF-Sendung zählt seit Wochen zu den größten Hits in der ZDF-Mediathek. Ein immer größerer Teil der Nutzung verlagert sich dorthin. Die klassische Einschaltquote bildet also längst nicht mehr ab, wie stark die Reihe insgesamt genutzt wird.
Am Ende bleibt: „Der Bergdoktor“ steht im direkten Krimi-Duell unter Druck – und findet seine größte Stärke zunehmend abseits des klassischen Fernsehabends.








