Hartz und herzlich

Schockierende Aussage: Bürgergeld-Empfänger Pascal zeigt sich arrogant – „Sie halten eine besondere Leistung von mir zurück!“

Pascal erwartete bei „Hartz und herzlich“ sehnlichst eine 2.000 Euro Zahlung der Rentenkasse. Doch das Jobcenter erhebt Anspruch auf einen großen Teil.

Seit Wochen konnten RTLZWEI-Zuschauer verfolgen, wie Pascal sich in Vorfreude auf eine große Geldsumme suhlte. Der Mannheimer „Hartz und herzlich“-Protagonist bezieht Halbwaisenrente und erwartete eine Nachzahlung. Und die sollte nicht zu gering ausfallen: Gute 2.000 Euro standen noch aus.

Bürgergeld-Empfänger Pascal bekommt 500-Euro-Sonderzahlung
Pascal muss mit nur 500 Euro Sonderzahlung zurecht kommt – wie soll der Bürgergeld-Empfänger davon ein neues Bett, einen größeren Kleiderschrank und Co. kaufen? © Screenshot / RTLZWEI

Obwohl er von Beginn an darauf hingewiesen wurde, dass das Jobcenter darauf Anspruch erheben könnte, plante „Hartz und herzlich“-Pascal schon fest mit dem Geld. „Ich wollte ein neues Bett kaufen, noch mal streichen, Gardinen aufhängen, […], ich wollte mir einen Kaminofen holen, ich wollte einen anderen Kleiderschrank haben, einen größeren.“ Doch nach Prüfung des Amts bekommt er nur noch 500 Euro – für Pascal ein Witz.

Bürgergeld-Empfänger Pascal spruckt große Töne – 500 Euro habe er nicht nötig

Man könnte fast meinen, Pascal wäre Großverdiener, so, wie er über Geld spricht. Der Sozialhilfe-Empfänger meint ganz ungeniert: „Für 500 Euro hätte man auch keinen Antrag stellen müssen und sie hätten sich die Nachzahlung schenken können.“ Mit diesem wahnsinnig geringen Betrag „kann man nichts machen“. Dabei ist es fast die gleiche Summe, die er monatlich an Bürgergeld bekommt – es ist gewissermaßen immer noch doppeltes Gehalt.

Großzügig wie er ist, gibt er aber nicht der Rentenkasse die Schuld. Es ist – wie meistens – das Jobcenter, dem er unfaires Handeln unterstellt. „Von denen 2.000 Euro hab ich nur 508 Euro. Und das Jobcenter hat sich den Rest eingesteckt!“, erzählt Pascal frustriert, was auf seinem Bescheid steht. Er ist stocksauer: „Als ich den Brief vorher aufgemacht habe, dachte ich, ich muss kotzen. Das ist total die Verarsche!“

Der Mannheimer will nicht einsehen, dass seine Waisenrente auf die Bürgergeld-Bezüge angerechnet wird – sie gilt als Einkommen.

Da Pascal die letzten Monate die vollen Bezüge bekommen hat, zieht das Jobcenter nun die zu viel gezahlten Beiträge von der Nachzahlung der Rentenkasse ab. „Für was beantragt man dann Halbwaisenrente, wenn man eh alles abgezogen kriegt?“, fragt sich der Benz-Barackler.

Wenn Pascal kein Bürgergeld beziehen, sondern eigenes Geld verdienen würde, dürfte er seine Rentenzahlungen selbstverständlich behalten.

Doch nahezu jeder Job endete nach kürzester Zeit mit einem Knall, zuletzt schwänzte der „Hartz und herzlich“-Protagonist sein Praktikum. „Ich bin der Meinung, dass das Jobcenter das auch nicht richtig geprüft hat und einfach eingefordert hat!“, verkündet er seine Vermutung.

Pascals Dreistigkeit, die für viele Zuschauer grenzenlos wirkt, bringt ihn aber dieses Mal nicht weiter. Er kann nichts dagegen tun, dass das Jobcenter den größten Anteil einbehält. Mit 500 Euro Extra-Zahlung sollte er eigentlich zufrieden sein, immerhin hat der Mannheimer 0 Euro eigenes Einkommen. Er lebt zu 100 Prozent von Bürgergeld, Rente und Kindergeld.

 

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