Schock: Selina aus „Hartz und herzlich“ zeigte bei einem Seminar für Menschen mit Behinderung eine respektlose Haltung.
Sozialhilfe-Empfängerin Selina will endlich eigenes Geld verdienen. Bei „Hartz und herzlich“ erzählen sie und ihre Mutter aber von den Schattenseiten der Arbeit.
Lange wehrte sich Selina gegen eine Anstellung in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Die Bürgergeld-Empfängerin wollte sich auf dem regulären Arbeitsmarkt beweisen, das betonte sie bei „Hartz und herzlich“ immer wieder.
Auch das Gehalt spielte eine Rolle. Nun versucht sie es doch in einer Einrichtung und stößt auf unerwartete Schwierigkeiten.

„Also Selina hat ein Problem“, schildert ihre Mutter, die wegen Sozialbetrugs verurteilte Bürgergeld-Empfängerin Petra.
„Selina war mit dieser Arbeit allgemein überfordert“, meint sie nach nur drei Arbeitstagen. „Der erste Tag war okay, am zweiten Tag habe ich geweint“, erklärt die junge Mannheimerin nun selbst.
Bürgergeld-Empfängerin in Behindertenwerkstatt überfordert – „Hartz und herzlich“-Selina unter Tränen
Die junge „Hartz und herzlich“-Protagonistin ist in der Werkstatt dafür zuständig, kleine Blütenblätter aus Papier auszuschneiden.
„Die haben von ihr auch Sachen erwartet: Wenn sie in die Gruppe geht, was sie machen soll mit Ausschneiden und so“, spricht erneut ihre Mutter für die 20-Jährige. „Selina ist es sehr schwer gefallen, das mit den Umrandungen auszuschneiden, und ihr haben die Finger wehgetan!“
Die ehemalige Benz-Baracken-Bewohnerin ist geistig und körperlich behindert, Steifheit in den Fingern ist eines ihrer Symptome.
„Es ist einfach zu viel gewesen, deswegen hab’ ich auch geweint“, berichtet sie. Trotzdem möchte sie nicht aufgeben, auch Mutter Petra bestärkt sie weiterhin: „Du kannst das, wenn du willst!“
Zwar kann die „Hartz und herzlich“-Protagonistin von ihrem Gehalt aus der Behindertenwerkstatt nicht leben, doch immerhin stockt sie so ihre Sozialbezüge auf.
Ihr Bruder Pascal sah es vor Selinas Arbeitsantritt kritisch, dass sie nicht einmal den Mindestlohn bekommt. In der neuen Folge berichtet die 20-Jährige sogar, dass sie zunächst nur ein Ausbildungsgehalt von 133 Euro im Monat bekomme.
Die meisten Kosten werden von der Grundsicherung gedeckt, außerdem hat Selina nun wieder Anspruch auf Kindergeld.
Wie Pascal ihre Situation nach ihren ersten Tagen im Job einschätzt, zeigt RTLZWEI nicht – der Bürgergeld-Empfänger lebt nicht mehr in Mannheim bei seiner Familie.








