Skandal vor Gericht! „Hartz und herzlich“-Stars verurteilt – Sozialstunden statt Freiheit!
Bei „Hartz und herzlich“ findet sich der ein oder andere vorbestrafte Protagonist. Nun gibt es Zuwachs, zwei Mannheimer Bürgergeld-Empfänger wurden verurteilt.
Es ist schon eine Weile her, dass „Hartz und herzlich“-Zuschauer Pascal und Petra aus Mannheim gesehen haben. Die beiden Bürgergeld-Empfänger zogen sich zuletzt aus der Sendung zurück, wollten die Stadt und die Öffentlichkeit verlassen. Nun zeigt RTLZWEI eine Folge, in der die beiden wieder zu sehen sind – und das wegen eines Gerichtstermins.

In der Sendung stehen die heutigen TV-Aussteiger vor dem Mannheimer Amtsgericht. „Wir wurden heute vorgeladen.
Wir haben uns auch einen Pflichtverteidiger stellen lassen“, erklärt Pascal. Grund für den Termin war der Sozialbetrug, den er und Petra begangen hatten. Doch sie sehen ganz klar einen anderen in der Schuld und finden den Prozess unfair.
„Hartz und herzlich“-Petra und Pascal aus Mannheim nochmal dabei – zur Urteilsverkündung
Die Bürgergeld-Empfänger hatten vor über einem Jahr Geld von der Krankenkasse bekommen, um in ihrer Mannheimer Wohnung ein behindertengerechtes Bad für Selina einbauen zu können.
Doch stattdessen hatten sie die Kohle genutzt, um in ihrer neuen Bleibe in Dessau das Bad machen zu lassen – von Petras Ex-Freund. Und genau der soll laut den „Hartz und herzlich“-Stars schuld an allem sein.
Er war der, der auf Social Media schon vor einigen Monaten bekanntgemacht hat, dass die „Hartz und herzlich“-Protagonisten die Krankenkasse um 4.000 Euro betrogen hatten.
Er habe den Behörden damals den Tipp gegeben und sich auch selbst seiner Strafe gestellt, berichtete er. Petra sieht das ganz anders: „Es ist ungerecht. Wir sind da reingeschlittert! Wir wurden dafür ausgenutzt, dass wir solche Sachen machen!“
„Ich weiß, dass er heute auch da ist, mein Ex“, erzählt die Mannheimerin ganz aufgebracht, „ich würde ihm gerne eine Ohrfeige verpassen!“ Er allein sei schuld, Petra und Pascal seien von ihm zum Betrug gebracht worden.
„Es macht mich wütend, was er abgezogen hat. Und dafür müssen wir jetzt büßen“, behauptet sie. Doch das ganze Beschweren bringt nichts, die Bürgergeld-Empfänger müssen sich vor Gericht verantworten.
Und das beschließt, dass sie sich schuldig gemacht haben. Trotzdem hatten sie beim Strafmaß Glück. „Das waren vier volle Stunden“, erzählt die 55-Jährige von ihrem Gerichtstermin.
„Wir hätten uns ein anderes Resultat gewünscht“, resümiert sie, „48 Arbeitsstunden haben wir aufgebrummt gekriegt!“ Außerdem wurden sie und Pascal zu einem Jahr Bewährung und der Zurückzahlung des Geldes verurteilt.
„Dass wir die 4.000 Euro selber zurückzahlen müssen, ist halt irgendwo unfair“, findet Petra. Das Geld habe sie ja gar nicht. Eine Ratenzahlung ginge nur in Höhe von monatlich 200 bis 300 Euro – auch das kann die Mannheimerin nicht aufbringen.
Sollte die AOK ihr weiterhin nicht entgegenkommen, hat sie einen Plan B: „Sonst müsste ich halt warten, bis der nächste Brief vom Inkasso kommt, und das dann mit denen vereinbaren.“








