Hartz und herzlich

Bürgergeld-Empfängerin in Not: Das Geld reicht nicht mal mehr für lebenswichtige Medikamente

Bürgergeld-Empfängerin Stefanie leidet schwer unter ihrer Armut. Nun kann sie ihre Medikamente nicht mehr bezahlen.

Dieser Fall treibt einem fast die Tränen in die Augen. Die 59-jährige Stefanie leidet an Diabetes, ist tagtäglich auf ihr Insulin angewiesen.

Doch genau dieses lebenswichtige Medikament kann sich die Protagonistin der RTL-Zwei-Sozialreportage „Hartz und herzlich“ kaum noch leisten.

© RTLZWEI, UFA SHOW & FACTUAL

Die Bürgergeld-Empfängerin ist von Schulden geplagt. Nach allen Abzügen bleiben ihr lediglich 300 Euro monatlich. Doch davon muss auch noch das Insulin bezahlt werden. Ein riesiges Problem für die 59-Jährige, die zeitweise sogar an ihren Medikamenten sparen muss.

Bürgergeld-Empfängerin kann ihre Medikamente kaum noch bezahlen

Die 59-jährige Wilhelmsburgerin ist gelernte Industriekauffrau, hat dort eine 3-Zimmer-Wohnung, in der sie seit 25 Jahren wohnt. Die Miete von rund 500 Euro zahlt das Jobcenter. Seit zehn Jahren bezieht sie mittlerweile Unterstützung vom Amt.

 

Durch gesundheitliche Gründe sei sie unter anderem in die Arbeitslosigkeit gerutscht, aber auch durch Lustlosigkeit. Damit soll nun jedoch Schluss sein. Stefanie will wieder arbeiten. Auch, um ihre Schulden abzutragen.

Seit 5 Tagen ohne Insulin

Dass sie auch noch die Zuzahlung ihrer Medikamente leisten muss, kommt ihrem Geldbeutel da nicht wirklich entgegen. 10 Euro müssen mittlerweile als Zuzahlung zu einem Rezept geleistet werden. Für die 59-Jährige, die eh nur 300 Euro im Monat zur Verfügung hat, ein großer Betrag. Schließlich sind es rund 100 Euro, die sie pro Monat dafür ausgeben muss.

Das sorgt teilweise dafür, dass sie nicht immer das lebenswichtige Medikament einnehmen kann. Seit fünf Tagen, so berichtet es die Bürgergeld-Empfängerin, habe sie kein Insulin mehr spritzen können. Ihr Blutzucker-Wert ist dementsprechend hoch.

Doch das sind nicht die einzigen Folgen. Ihre Sehkraft sei durch den Diabetes stark beeinträchtigt. Zum Zeitpunkt der Diagnose sei sie fast blind gewesen, berichtet Stefanie.

„Ich konnte da überhaupt nichts mehr sehen, so doll ist das auf die Augen geschlagen“, so die Arbeitslose.

So bleibt nur zu hoffen, dass sie bald einen Job findet, um ihre Medikamente wieder regelmäßig zu sich zu nehmen.

 

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