Tränen vorm Bürgeramt: „Hartz und herzlich“-Protagonist kann es kaum fassen – es passiert nach 27 Jahren
Tränen bei „Hartz und herzlich“ in Rostock. Transmann Damian wagt einen Schritt, der für ihn alles verändert – und das nach 27 Jahren.
Der Grund: ein Antrag, der sein Leben für immer verändert.

„Hartz und herzlich“: Damian schließt ein Kapitel – für immer
Normalerweise bedeuten Briefe vom Amt für die Bewohner des Rostocker Blockmacherrings oft Stress. Doch Damian betritt das Gebäude mit einem ganz anderen Gefühl. In seinem Herzen trägt er ein Versprechen, das er vor zehn Jahren gegeben hat.
Mit einem sichtlich gerührten Lächeln blickt der Transmann in die Kamera: „Mein Opa wäre jetzt so mega stolz. Ich hab ihm das damals bei der Beerdigung versprochen.“
Hinter den verschlossenen Türen des Amtes kämpft Damian um seine Identität. Es geht um einen Schlussstrich unter sein altes Leben. Der Grund für den Termin?
Nun, Damian will seinen Nachnamen ändern. „Mein jetziger Nachname ist halt von der väterlichen Seite, aber mich verbindet mit diesem Nachnamen eigentlich gar nichts“, erklärt der 26-Jährige entschlossen.
Und nun ist es endlich soweit: Die Minuten im Wartebereich müssen sich für ihn wohl wie Kaugummi gezogen haben, doch dann die Erlösung.
Mit einem offiziellen Dokument in der Hand tritt Damian ins Freie. Die Erleichterung steht ihm ins Gesicht geschrieben: „Ich hab die Papiere endlich!“
„Ich kann mein altes Leben wegpacken“
Er strahlt, während die Tränen der Rührung fließen. Er kann es selbst kaum fassen, dass es endlich geschafft ist. Doch nach der Freude kommt die Bürokratie. Für ihn stehen nun etliche Aufgaben an: Er muss nicht nur seinen beiden Chefs Bescheid geben, sondern auch seinen Personalausweis anpassen.
Obendrein muss er die Namensänderung der Sparkasse, der Krankenkasse und seinem Vermieter melden. Für Damian ist das jedoch kein Grund, mit den Augen zu rollen, sondern ein Grund zum Feiern.
„Ich habe fast 27 Jahre mit dem falschen Nachnamen gelebt, das ist schon krass. Jetzt kann mir keiner mehr was. Ich kann mein altes Leben wegpacken.“ Stolz fügt er hinzu: „Ich habe ein altes Kapitel abgeschlossen und kann ein neues beginnen.“








