“Wollte, dass der Hund erschossen wird”! “Nord bei Nordwest”-Star Hinnerk Schönemann will Zuschauer schocken
Ein kleiner Hund sorgt bei „Nord bei Nordwest“ aktuell für viel Aufregung. Jetzt verteidigt Hinnerk Schönemann die Szene.

Darum gab es Diskussion am Set von „Nord bei Nordwest“
Denn in dem neuen Krimi ist im Drehbuch vorgesehen, dass auf einen kleinen Hund geschossen wird. Kein Nebenschauplatz, kein beiläufiges Detail, sondern ein dramaturgischer Moment, der für Diskussionen am „Nord bei Nordwest“-Set sorgte.
Hinnerk Schönemann spricht im Interview mit der „noz“ offen davon, dass es echte Gewissensbisse im Team gab.
Dabei ging es vor allem um die Fragen wie weit ein Krimi gehen darf, der um 20.15 Uhr läuft und von vielen auch als Wohlfühlsendung gesehen wird und wie so eine Szene zu einer Reihe passt, in der der Ermittler nicht nur Polizist, sondern auch Tierarzt ist.
Im Buch stand zunächst nur der nüchterne Satz: „Hund wird angeschossen.“ Für Schönemann war das zu wenig. Er wollte einen Moment, der weh tut, der erschreckt, der beim Zuschauer den Impuls auslöst.
In „Blindgänger“ wird parallel ein Gangster immer wieder verletzt, oft auf groteske Weise, ohne dass es jemand bemerkt. Garagentor, Auto, zusätzliche Stürze, später sogar eine Bärenfalle. Das ist grausam und gleichzeitig absurd.
Hund-Szene bringt „Nord bei Nordwest“ an die Grenze
Diese Balance zu halten, sei die eigentliche Kunst gewesen, der Hund am Ende aber ist eine andere Kategorie. Tiere treffen das Publikum anders, genau deshalb habe man am Set so lange darüber gesprochen.
Dass Tiere in der Welt von „Nord bei Nordwest“ überhaupt eine so große Rolle spielen, ist kein Zufall. Schönemanns Figur Hauke Jacobs vereint zwei Berufe, die man sonst kaum zusammen bringt.
Er ist sowohl Polizist, als auch Tierarzt. Auch Schönemann selbst lebt im echten Leben auf einem Hof in Mecklenburg, wo er Pferde hält.
Seine Nähe zur Natur ist nun auch in der „Nord bei Nordwest“-Folge „Blindgänger“ zu sehen. Immer wieder läuft ein Igel durchs Bild, scheinbar beiläufig.
„Wenn ich Regie führe, habe ich immer gern ein Tier, das den Film begleitet. In einer anderen Folge war es mal ein Rabe und diesmal der Igel“, so Schönemann gegenüber der „noz“.
Diesmal war der Igel, organisiert von einem Tiertrainer aus einer Auffangstation, nur für einen halben Drehtag im Einsatz und wurde danach wieder in die Freiheit entlassen.




