Der Bergdoktor

Schockierende Enthüllung: “Es ist wie ein Doppelleben”

“Bergdoktor”-Star Ronja Forcher über das Erwachsenwerden vor der Kamera, Spieleabende mit Kollegen und privates Liebesglück.

Seit 2008 schon spielt sie Lilli Gruber, die Tochter des beliebten TV-Arztes Dr. Martin Gruber aus der ZDF-Erfolgsserie “Der Bergdoktor”: Ronja Forcher, 29, ist quasi am Set in den Tiroler Orten Ellmau und Going am Wilden Kaiser aufgewachsen. “Unglaublich, dass da schon so viel Zeit vergangen ist”, staunt die Schauspielerin im Gespräch mit GALA anlässlich des Starts der 19. Staffel des Quotenhits.

Für viele Zuschauer sind die neuen “Bergdoktor”-Folgen zum Jahresbeginn eine Tradition. Was darf bei Ihnen im Januar nicht fehlen?
Ich mache immer Vorsätze fürs neue Jahr. Schon vor Silvester schreibe ich dann kleine Briefe, in denen meine Ziele fürs nächste Jahr stehen. Diesmal stand unter anderem auf einem, dass ich hoffe, dass 2026 genauso wundervoll wird wie 2025.

Ronja Forcher

Ronja Forcher möchte “etwas mehr innehalten”

Gab es noch weitere Wünsche?
Dass ich mir dieses Jahr etwas mehr Zeit für mich nehmen, auf meine innere Ruhe achten, meinem Körper und meiner Seele mehr Routine schenken möchte. Mein trubeliger Arbeitsalltag erfüllt mich sehr und macht mich glücklich, aber einfach mal etwas mehr innehalten würde mir schon guttun.

Seit Sie zehn sind, drehen Sie jedes Jahr für den “Bergdoktor”. Wie fühlt es sich an, in einer TV-Familie aufzuwachsen?
Es ist ein bisschen so, als würde ich ein Doppelleben führen. (lacht) Manchmal habe ich parallele Erinnerungen: Da denke ich an einen Moment, der Lilli passiert ist, und kann mich genau erinnern, was da gerade in meinem echten Leben los war. Lilli ist für mich wie eine Freundin, mit der ich ab und zu Zeit verbringe. Dann führe ich aber auch wieder mein eigenes Leben.

Wie ist das abends nach einem Drehtag am Wilden Kaiser mit den Kollegen – sieht man sich da?
Die meisten Darsteller wohnen im Hotel, und zwar alle im selben. Wir sitzen da oft noch zusammen, machen Spieleabende. Wir verstehen uns alle richtig gut. Wir sind nicht nur Arbeitskollegen, sondern auch Freunde.

Welche Spiele sind denn besonders beliebt?
Kniffel! Oder auch Kartenspiele wie “7 Wonders Duel”, “Wizard” oder “Skull King”. Ich kann mit Stolz behaupten, dass ich oft gewinne, aber vielleicht bin ich auch ein bisschen skrupellos beim Spielen. (lacht) In den Drehpausen wird auch viel gestrickt. Ich selbst kann leider nicht stricken, aber am Ende der Drehzeit habe ich dann meist gute Chancen auf einen neuen Schal.

“Hans Sigl sendet bei WhatsApp gern Sticker”

Verraten Sie uns etwas über ihren TV-Papa Hans Sigl, das noch niemand weiß?
Hans sendet bei WhatsApp sehr gern Sticker! (lacht)

Wenn Sie nicht Schauspielerin geworden wären, was würden Sie heute tun?
Vielleicht wäre ich Bäuerin? Ich bin in den Bergen in Tirol aufgewachsen, umgeben von Bauernhöfen, Ställen und Tieren, da hätte das schon gepasst. Und ich liebe Tiere, deswegen bin ich auch seit über zehn Jahren Vegetarierin.

Wie kommen Sie als Vegetarierin mit der eher fleischlastigen österreichischen Küche klar?
Das ist für mich tatsächlich nicht ganz einfach. Eines der wenigen vegetarischen Gerichte, die es in Österreich gibt, sind Käsespätzle, aber die möchte man ja nicht ständig essen. Für die Tiroler bedeutet vegetarisch: Gerichte mit wenig Speck. (lacht)

In Potsdam bei Berlin, wo Sie wohnen, dürfte das Angebot an vegetarischer Küche doch etwas umfangreicher sein, oder?
Ja, vor allem in Berlin gibt es jede Küche der Welt, das liebe ich an dieser Stadt! Ich esse gern asiatisch, vor allem japanisch, thailändisch und indisch.

Das macht Ronja Forcher an einem freien Tag

Vermissen Sie denn Ihre Heimat?
Ich bin relativ oft in Tirol und muss es gar nicht vermissen. Aber an Potsdam liebe ich die Nähe zu Berlin, das ist sehr bereichernd. Und ich mag, dass die Natur hier anders aussieht: Man kann einfach bis zum Horizont schauen, das finde ich toll. In Tirol hat man immer irgendeinen Berg vor der Nase. (lacht) Mein Mann Felix und ich haben uns in Potsdam unser Leben aufgebaut und wunderbare Freunde gefunden. Vor allem aber haben wir einen Alltag mit Routinen, das ist für mich sehr wertvoll, weil ich beruflich fast nie Regelmäßigkeiten habe.

Welche Routinen sind das?
Ich bin eine Langschläferin gefangen im Leben einer Frühaufsteherin. Wenn also mal keine Termine anstehen, schlafe ich erst mal aus, so bis 10 Uhr, und dann wird gefrühstückt. Felix und ich haben gerade eine “Eier-Phase”: Wir kochen uns Eier, dazu gibt es Avocado, Gemüse und leckere Aufstriche. Sport machen wir auch, und zwar CrossFit. Oder wir gehen spazieren und genießen einfach den Tag.

Sie wirken immer sehr fröhlich. Haben Sie denn auch mal schlechte Laune?
Tatsächlich bin ich meistens gut drauf. Ich bin einfach dankbar, mein Leben führen zu dürfen. Meine beste Freundin ist leider viel zu früh gestorben, darüber habe ich auch ein Buch geschrieben. Ich glaube, durch so eine Erfahrung lernt man sehr viel über das Leben und was wirklich wichtig ist. Ich rege mich nicht über Alltägliches auf und weiß es sehr zu schätzen, wenn es mir und meinen Lieblingsmenschen gut geht. Liebe ist das Wichtigste, wenn man Liebe um sich hat, ist kein Platz für schlechte Laune.

 

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