Die Zuschauer haben eine klare Meinung: Die neue Folge der ARD-Krimireihe ‚Nord bei Nordost‘ sorgt für Empörung.
Die neue Ausgabe des ARD-Krimis „Nord bei Nordost“ wird von den Zuschauern als Zumutung wahrgenommen. Hier steigen sie aus.
Kaum war „Nord bei Nordost – Jagd in die Vergangenheit“ in der ARD-Mediathek verfügbar, füllten sich die Kommentarspalten auf Facebook mit deutlichen Worten.

Das ist die Serie „Nord bei Nordwest“
„Nord bei Nordost“ (ARD): Zuschauer rechnen gnadenlos ab
Im neuen Film steht Polizistin Nina Hagen (Cordelia Wege) im Zentrum eines Falls, der sie persönlich trifft. Der gesuchte Werner Roth (Andre Hennicke) war früher eng mit ihrer Familie verbunden, ein Freund ihrer Eltern, Teil gemeinsamer Fluchtpläne aus der DDR. Während Ninas Eltern entkamen, wurde Roth gefasst.
Jahre später, nach dem Mauerfall, wurde er erneut Teil ihres Lebens, umso unbegreiflicher ist für Nina, dass ausgerechnet er für einen brutalen Überfall auf einen Geldtransporter verantwortlich sein soll.
Als sie ihn schließlich aufspürt, entkommt er erneut. Parallel graben Nina und ihre Kollegen alte Akten aus, stoßen auf Ungereimtheiten rund um einen Millionenraub, eine verschwundene Beute und einen unbekannten dritten Mann. Am Ende führt die Spur tief in Ninas eigene Familiengeschichte.
Doch genau diese sehr persönliche Verstrickung ist für viele Zuschauer der Punkt, an dem die Geduld reißt.
„Gibt es eigentlich noch Krimis, in denen Ermittler nicht unmittelbar oder mittelbar etwas mit jemandem in der Story zu tun haben?“, fragt ein Nutzer genervt und nennt das Ganze „stinklangweilig und einfallslos“.
Zuschauer zerreißen „Nord bei Nordost“ (ARD)
Ein anderer wird noch deutlicher und spricht von einer „totalen Zumutung“, bemängelt grobe handwerkliche Fehler und unrealistische Szenen.
Plötzlich einbrechende Dunkelheit mitten am helllichten Tag oder Suchaktionen, die zeitlich keinen Sinn ergebe, sind falsche Details, die für viele Kommentierende ein No-Go darstellen.
Mehrere Zuschauer geben offen zu, früh ausgestiegen zu sein. „Schaue seit 30 Minuten, es ist einfach lächerlich“, schreibt ein Facebook-Nutzer.
Eine andere Kommentatorin zieht ein ebenso hartes Fazit: „Bei dieser Serie bin ich raus. Der erste war schon Mist.“ Besonders häufig fällt der Vorwurf, der Film verliere sich in Konstruktionen und Klischees, statt echte Spannung zu erzeugen.
Selbst wiederkehrende TV-Gewohnheiten wie Polizisten mit Kaffeebechern werden als nervig und austauschbar verspottet.
Ganz ohne positive Stimmen bleibt der Film allerdings nicht. Zwischen all der Kritik finden sich auch kurze, knappe Kommentare wie: „Guter Film, gut gemacht, gute Darsteller.
Weiter so.“ Diese gehen jedoch im Grundrauschen der Unzufriedenheit fast unter.








