Hartz und herzlich

Der Bürgergeld-Empfänger gerät an seinem Geburtstag erneut in Schwierigkeiten.

Die „Armes Deutschland“-Protagonistin Carola hatte noch nie Lust, einer Arbeit nachzugehen. Das ändert sich auch nicht an ihrem 40. Geburtstag. Stattdessen steht etwas ganz anderes im Vordergrund:

In der RTLZWEI-Sozialreportage „Armes Deutschland – stempeln oder abrackern“ wird die von Sozialhilfe abhängige Carola begleitet. Sie berichtet ohne Scham: „Von Geburt an war Arbeiten nie Thema“. Ein viel wichtigeres Thema in Carolas Leben nimmt ihr Liebesleben ein.

Bürgergeld-Empfängerin aus „Armes Deutschland“ Carola in einer schwarzen Kapuzenjacke
Geregelte Arbeit ist nicht das Ding von Bürgergeld-Empfängerin Carola. © RTLZWEI /Armes Deutschland

„Armes Deutschland“ – Liebeschaos statt Lebenslauf bei Bürgergeld-Empfängerin

Zu ihrer Geburtstagsfeier sieht sie sich mit der Frage konfrontiert: Mit welchem ihrer Ex-Freunde will sie ihre Zukunft verbringen – Lothar oder Stefan? Gemeinsam mit Ex-Freund Lothar feiert sie ihren Geburtstag als plötzlich Ex-Freund Stefan vor der Tür steht. Obwohl Carola diesen bis vor kurzem noch auf das Übelste beleidigt hatte, empfängt sie den 55-Jährigen mit offenen Armen.

Lothar steht fassungslos daneben und versucht es mit Vernunft: „Ich kann es nicht ändern. Wenn sie sich treffen, dann treffen sie sich. Sie ist ja nicht eingesperrt“. Carola weiß, dass Stefan sie noch immer liebt, aber sagt auch, dass er sie „nur fürs Bett ausgenutzt“ habe und sie es leid sei. Am Ende entscheidet sie sich doch wieder für Stefan, obwohl dieser in der Vergangenheit bereits handgreiflich geworden ist.

Carola verweigert Sozialstunden

Stefan hat nach eigenem Bekunden kein Problem damit, dass Carola nicht arbeiten will. Ihr einziger Arbeitseinsatz in jüngerer Zeit waren 145 Sozialstunden, die ihr wegen Schwarzfahrens aufgebrummt wurden. Nach knapp zwei Dritteln der Stunden reichte es Carola jedoch: „Ich versuche die jetzt abzubezahlen“, berichtet sie freimütig. Egal wie knapp bei Kasse die Kölnerin ist, es ist alles besser als zu arbeiten!

Bei einer Kirchengemeinde konnte die „Armes Deutschland“-Protagonistin ihre Sozialstunden durch das Jäten von Unkraut verbüßen. Fünf Stunden täglich zu arbeiten, scheint jedoch zu viel verlangt zu sein. Carola ist der Meinung, dass sie es schließlich versucht hätte. Nun muss sie „das erstmal mit dem ganzen Stress klären“.

Spekulationen um erneute Schwangerschaft von Carola

Auch in anderen Lebensbereichen hat Carola mit Stress zu kämpfen. Erst vor wenigen Wochen befand sie sich in einer verzwickten Situation: Eine Schwangerschaft der Bürgergeld-Empfängerin stand im Raum und damit die Frage, wer der Vater des potenziellen Kindes ist. Sowohl Lothar als auch Stefan kamen für die Position infrage.

Zur Erleichterung aller Beteiligten handelte es sich jedoch um einen Fehlalarm: Der Frauenarztbesuch brachte der arbeitsscheuen Mutter von bereits sieben anderen Kindern Klarheit. Der potenzielle Vater Stefan wusste, dass ein Kind direkt in die Obhut vom Jugendamt gekommen wäre.

Bürgergeld-Empfängerin kümmert sich nun um Pflegehund

Carolas jüngstes Kind Willy wurde aufgrund ihrer Verfehlungen in der Schwangerschaft stark untergewichtig geboren. Der 2018 geborenen Sohn musste nach der zu frühen Geburt im Krankenhaus bleiben, Carola entschied sich nur vier Wochen nach Willys Geburt dafür, den kleinen Sohn nicht mehr zu besuchen und alleine zu lassen.

Zu keinem ihrer sieben Kinder hat die Bürgergeld-Empfängerin mehr Kontakt. Alle Kinder von Carola leben in Pflegefamilien und befinden sich in Obhut des Jugendamtes. Verantwortung übernehmen ist zwar nicht Carolas Stärke, trotzdem kümmert sie sich nun gemeinsam mit Stefan um einen Pflegehund. Weil ihr Nachbar im Krankenhaus ist, beherbergt sie nun großherzig dessen Hund.

 

 

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