Bürgergeld-Empfänger Pascal wurde auf Facebook für tot erklärt. Er will gegen die verantwortlichen „Hartz und herzlich“-Zuschauer rechtlich vorgehen.
Pascal war schon als Teenager Teil der RTLZWEI-Sozialdoku „Hartz und herzlich“, die Bürgergeld-Empfänger im Alltag begleitet. Inzwischen ist der Mannheimer erwachsen, doch selbstständig ist er noch lange nicht.
Der 24-Jährige lebt bei seiner Mutter Beate und ist auf die Bezüge des Jobcenters angewiesen. Bei den Zuschauern macht ihn das – und seine niemals endenden Argumente gegen jegliche Arbeitsangebote – zur Zielscheibe.

Auf Facebook passierte dem Benz-Baracken-Bewohner, was andere bereits erleben mussten: Wie „Hartz und herzlich“-Manja erklärten Zuschauer Pascal online für tot.
„Also Leute, ich finde das eine bodenlose Frechheit“, ärgert er sich auf TikTok und droht an: „Es werden rechtliche Schritte eingeleitet!“ Trotz des Ärgers sieht der Bürgergeld-Empfänger auch die Vorteile solcher Gerüchte…
„Hartz und herzlich“-Star tot? Pascal droht RTLZWEI-Zuschauern nach Fake-News
Denn der „Hartz und herzlich“-Protagonist, der ohnehin mit TikTok Geld verdienen will, erhofft sich durch die Fake-Todesmeldung mehr Follower.
„Sollen die Leute weiter so einen Shitstorm verbreiten“, freut sich Pascal, denn das „ist gut für mich und meine Reichweite!“ Er hofft, dass durch solche Todes-Gerüchte viele Zuschauer auf sein Profil kommen, sein Video hat allerdings gerade einmal 1.500 Klicks – dabei hat er über 32.000 Follower.
Ob das allerdings der Fall ist, ist fraglich. Immerhin reicht für viele Fans der Sendung eine Google-Suche, um festzustellen, dass der Bürgergeld-Empfänger noch lebt.
Trotzdem macht Pascal sich auch Sorgen, dass im Falle seines Todes niemand mehr der Meldung glauben würde – ganz nach seinem Motto: „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.“
„Also hört auf damit. Irgendwann passiert es mal wirklich und dann glaubt es keiner mehr und das wäre sehr blöd!“, erklärt er in seinem TikTok-Video. „Das kann euch richtig Ärger einbringen“, erklärt er außerdem, bevor er ankündigt, rechtliche Schritte einzuleiten. Wie diese rechtlichen Schritte aber aussehen, erklärt Pascal nicht.
Die Kommentare der Zuschauer spiegeln wider, dass der junge Mannheimer sich keiner großen Beliebtheit erfreut. Zynisch schreibt einer über die Fake-Todesmeldung: „Wäre billiger für den Staat.“
Ein anderer macht sich über Pascals Lese-Rechtschreibschwäche, die er regelmäßig als Argument gegen eine Ausbildung vorbringt, lustig: „Ach, das kannst Du lesen?“ (str)












