Arbeitsloser „Hartz und herzlich“-Star offenbart: „Hab noch nie eine Bewerbung geschrieben!“
Für viele Darsteller der RTLZWEI-Sozialdoku „Hartz und herzlich“ ist die Abhängigkeit vom Jobcenter normal. Sandra will weg vom Bürgergeld, doch das ist schwerer als gedacht.
Sandra gehört zu den Mannheimer Bürgergeld-Empfängern, die in der Sozialdoku „Hartz und herzlich“ ungeschönt ihren Alltag zeigen. Und der ist für die 48-Jährige geprägt von Sorgen – um Geld, einen Job und ihre Zukunft. Weil sie sehr jung Mutter wurde, habe sie die Schule früh verlassen und auch nie eine Ausbildung gemacht

Heute leidet Sandra darunter, sie lebt in einer Sozialwohnung in den Benz-Baracken und ist auf das Jobcenter angewiesen. Dabei habe sie immer arbeiten wollen und dies auch oft getan, erzählt sie.
Früher habe sie abends, wenn ihr Mann nachhause kam und auf die Kinder aufpassen konnte, immer zwei Stunden gearbeitet. „Damals habe ich noch gar keine Sozialhilfe bekommen!“, versichert sie.
Viele „Hartz und herzlich“-Protagonisten beziehen Bürgergeld – Sandra will weg vom Amt
Die Mannheimerin will etwas an ihrer Situation ändern und weg vom Bürgergeld: „Ich vermisse die Arbeit schon.“ Und sie wittert auch schon eine Chance, zumindest einen Minijob zu ergattern.
Weil sie kürzlich bei dem Behindertenfahrdienst, für den „Hartz und herzlich“-Ikone Elvis arbeitet, für eben diesen die Urlaubsvertretung machen durfte, hofft sie dort auf eine Festanstellung.
Wie echt ist „Hartz und herzlich“?
RTLZWEI versichert, dass es sich bei der Sendung um reale Geschichten handelt – nichts sei fiktiv. Protagonist Pascal erklärte aber, dass viele Szenen mehrfach gedreht werden, bis die Produktionsfirma zufrieden sei.
„Ich hoffe, dass ich keine Bewerbung schreiben muss“, erklärt Sandra. Die Bürgergeld-Empfängerin hofft, sich durch die Urlaubsvertretung bereits bewiesen zu haben.
Sie gesteht: „Ich habe noch nie eine Bewerbung geschrieben.“ Sie habe Probleme mit dem Schreiben: „Ich kann lesen und schreiben. Aber ich hätte Schwierigkeiten, einen Satz zusammenzuschreiben.“
Für die Nebenjobs, die die 48-jährige Benz-Baracklerin früher gemacht hat, hatte sie wohl keine Bewerbung gebraucht. Aber sie ist, im Gegensatz zu „Hartz und herzlich“-Pascal, bereit, die Hilfe des Jobcenters anzunehmen.
„Dafür gibt es einen Kurs, wo man das machen kann. Egal welches Alter man hat, man sollte sich nicht schämen“, berichtet sie weiter.
Trotzdem versucht sie es erst einmal ohne Bewerbung und ruft beim Fahrdienst an. Doch dort wird der Bürgergeld-Empfängerin gesagt, dass man keine Mitarbeiter suche.
Ein harter Rückschlag für die vierfache Mutter. Denn während ihre Bekannte, die langzeitarbeitslose „Hartz und herzlich“-Darstellerin Beate, sich mit ihrer Zukunft als Bürgergeld-Empfängerin arrangiert hat, will Sandra unbedingt ins Berufsleben zurückkehren.












