Hartz und herzlich

Kölner Obdachloser kauft Fahrrad für 1.500 Euro: Er wird es bitter bereuen

Obwohl Willi in einem Zelt wohnt, hat er sich ein teures Fahrrad gegönnt. Doch Spaß hatte er an dem Zweirad nicht lange.

Es gibt Geschichten, die machen einfach nur wütend. Eine davon ist die des Kölner Obdachlosen Willi. Der FC-Fan wird schon seit geraumer Zeit von der RTL-Zwei-Bürgergeld-Doku „Armes Deutschland“ begleitet. Doch Willi ist nicht etwa arbeitslos.

Nein, der Kölner hat sehr wohl einen Job. Doch der Wohnraum in der Rhein-Metropole ist knapp und teuer. Und so hat sich Willi entschieden, trotz Arbeit, in einem Zelt zu wohnen. „Ich finde, arbeiten in Deutschland lohnt sich. Und obwohl ich einen Job habe, bin ich wohnungslos und lebe im Zelt“, so der RTL-Zwei-Protagonist.

© RTLZWEI, Madame Zheng

Willi werden gleich mehrere Räder geklaut

Der 45-Jährige hat sein Zelt in einem kleinen Waldstück vor den Toren Kölns aufgeschlagen. Der einzige Luxus des Mannes: Sein Fahrrad mit dem er zur Arbeit fährt.

Doch das ist nun weg. Gleich zwei Fahrräder, so berichtet es der Obdachlose, habe man ihm gestohlen. Eines davon war Willis ganzer stolz. Ein 1.500 Euro teures Luxusrad, auf das der Kölner lange gespart hatte.

 

„Auf einmal bin ich an einem Tag hier hin gekommen, da war hier vorne die Wand auf, haben sie sehr wahrscheinlich mit dem Messer aufgemacht, und die Fahrräder waren komplett weg beide“, erinnert sich Willi. Ein Schock für den 48-Jährigen.

„Das ärgert mich halt. Ich bin dafür arbeiten gegangen, habe mir die über Monate zusammengespart. Die waren ja auch nicht gerade billig. Jeden Cent, den ich übrig hatte, habe ich beiseite gelegt, weil ich die unbedingt haben wollte“, so der „Armes Deutschland“-Star.

Nun soll eine Wohnung her

Wer die Tat begangen hat? Unklar. Mittlerweile hat Willi aber schon wieder ein neues Fahrrad. Ein E-Bike, das er für die täglichen Fahrten zur Arbeit benötigt.

„Das lasse ich aber tagsüber nicht hier stehen“, ist sich der Kölner sicher. Doch die Diebstähle haben ihn verändert, berichtet der Staplerfahrer.

Er wolle schnellstmöglich raus aus dem Zelt, eine Wohnung finden. Leider hagelte es bislang nur Absagen. Doch Willi gibt nicht auf. „Ich will es einfach nicht mehr“, sagt der Kölner klar. Wir drücken ihm beide Daumen.

 

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